MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Maja und Werner Johanovsky

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Maja und Werner Johanovsky

Staatlich anerkannte Erzieherin
Werkzeugmacher
Gnandsteiner Hauptstr. 7

04655 Frohburg OT Gnandstein

Maja Johanovsky, geb. Schild, kam am 10.02.1946 im sächsischen Gnandstein zur Welt. „Elternseitig hatte ich nur meine Mutter, da mein Vater Österreicher war. Er ist nur aufgrund des Krieges hier gewesen und später wieder in seine Heimat zurückgegangen. Meine Mutter hat als Hausmädchen, Kellnerin und im Museum gearbeitet, während ich als Einzelkind bei den Großeltern aufwuchs“, schildert Maja ihren behüteten Start ins Leben. Von 1952–1960 besuchte sie die Schule in ihrem Heimatort. Das Abitur legte sie dann in Borna ab. Parallel dazu machte Maja 1965 ihren Facharbeiterabschluss als Chemielaborantin. 1966 heiratete sie ihren Mann Werner Johanovsky. Mit Holger (*1966; Schweißer) hat das Paar einen Sohn und mittlerweile eine Enkelin. Nach dem Erziehungsjahr arbeitete Maja Johanovsky anfangs als Aushilfe im Kindergarten Burg Gnandstein, schloss ein Fernstudium zur Erzieherin ab und war fortan in diesem Beruf Im Kindergarten Kohren-Sahlis tätig. Zwischenzeitlich arbeitete sie auch als Fachberaterin für Kindertagesstätten. „Im Kindergarten Kohren-Sahlis wurde wurde ich nach der Wende Leiterin und habe diese Position mit Leib und Seele bis zu meiner Pensionierung 2006 ausgefüllt“, berichtet Maja. Werner Johanovsky wurde am 02.02.1944 im deutsch-böhmischen Wolfsberg geboren. Noch im Kleinkindalter floh er mit seiner Mutter aus der Heimat zunächst nach Frauendorf und dann zu einer Familie nach Roda, wo er von 1950–1954 die Grundschule besuchte. Anschließend wurde Werner vier weitere Jahre in Greifenhain unterrichtet, verbrachte einige Ferienzeiten bis 1961 bei seinen Großeltern in Bayern, und absolvierte dann eine Lehre zum Werkzeugmacher im Emaillierwerk Geithain. „Hier gab es während unserer dreijährigen Ausbildungszeit eine eigene Lehrwerkstatt“, erinnert er sich. Gleich im Anschluss machte er seinen Facharbeiterabschluss zum Dreher in Borna. „Mit 17 hatte ich bereits einen LKW-Führerschein und war in der GST aktiv“, schmunzelt er. Seinen Wehrdienst leistete er in Prora. Bis zur wendebedingten Schließung arbeitete Werner Johanovsky 25 Jahre in der Zentralwerksatt des Braunkohlewerks Borna, Ortsteil Thräna, als Dreher im Dreischichtsystem. Auch als freigestelltes, parteiloses Betriebsratsmitglied hat er sich engagiert. Nach drei Arbeitsjahren im Heizungsbau und einer zweijährigen Anstellung in einer Müllverbrennungsanlage wurde Werner Johanovsky mit 60 pensioniert. „Langweilig war mir nie. Parallel habe ich unseren Sohn beim Ausbau seines Eigenheimes und einer Ferienwohnung unterstützt und bin viel mit meiner Frau verreist. Die Schönheit der Dolomiten hat es uns ganz besonders angetan“, schwärmen die immer noch rüstigen, lebensbejahenden und aktiven Johanovskys.
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