MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Hannelore Jerk

Die Symbiose aus Gesundheit und Frieden

Hannelore Jerk

Krippenleiterin i. R.
99090 Erfurt OT Kühnhausen

Die wichtigsten Lebenswünsche sind in Erfüllung gegangen. Glück bedeutet für sie, Gesundheit und Frieden, doch genießt sie ebenso das Wohlfühlgefühl, im idyllisch gelegenen Wohnort Kühnhausen, ihrem schönsten aller Wohnsitze, leben und die wunderbare Natur genießen zu dürfen. Geboren am 17.04.1942 in Aussig, dem heutigen Usti nad Labem, denkt Hannelore Jerk noch heute respektvoll an ihre Eltern, die alles dafür taten, um sich um ihre große Familie gut kümmern zu können. Großvater und Vater befanden sich in Gefangenschaft, als Großmutter, Mutter sowie die insgesamt fünf Geschwister 1945 die Heimat verlassen mussten. Nach Ankunft in Mecklenburg, fanden die vielen Personen nach großen Schwierigkeiten Unterkunft bei einem Bauern. Der Schulalltag begann für Hannelore Jerk 1948 und ein Jahr später hatten sich ihre Eltern wiedergefunden. Vater lebte zwischenzeitlich in Sachsen und somit zog die Familie zu ihm nach Penig. Nach der Schule sollten Kinder den Arbeitsalltag bestimmen. Am Krankenhaus Penig begann Hannelore Jerk als Kinderpflegerin, ließ sich zur Säuglings- und Kinderpflegerin ausbilden und zog anschließend nach Eisenach zu ihrer Schwester. Dort begann sie an einer Krippe und absolvierte ihr Fachschulstudium zur staatlich anerkannten Krippenerzieherin. 1972 übernahm sie eine Einrichtung als Leiterin. Adäquate Zusatzausbildungen zur Gruppen- wie Krippenleiterin lagen schon hinter ihr. Ein neuer Lebenspartner führte sie nach Erfurt. Ab 1989 arbeitete Hannelore Jerk dort, zog 1990 endgültig zu ihm und war als Fürsorgerin in der Schwangerenberatung tätig. In der Nachwendezeit war plötzlich alles zu Ende, doch ein Frauenarzt gleicher Institution begab sich in die Selbstständigkeit und wollte sie unbedingt als Sprechstundenhilfe an seiner Seite sehen. Ein Jahr arbeitete sie für ihn. Allerdings wollte sie finanzielle Einbußen künftig nicht hinnehmen und an eine Krippe zurück zu kehren, war auch keine Option. Abhilfe bot der Velber-Verlag. Bis zum Millenniumjahr fungierte Hannelore Jerk als Außendienstmitarbeiterin und vertrieb Bücher und Zeitschriften an Kindergärten und Schulen. Das Ende wurde nach Strukturveränderungen des Verlagshauses eingeläutet und nochmals musste sie sich nach neuen Herausforderungen auf die Suche begeben. Beschäftigung fand sie innerhalb eines Sanitätshauses, in der letzten Berufsphase in einem Reisebüro und im Jahre 2002 war es geschafft. Seither Pensionärin, reist sie durch die ganze Welt und interessiert sich für Land und Leute verschiedener Nationen. Sie bewundert dabei den unendlichen Reichtum unserer Natur und genießt ihr größtes Glück – die Symbiose aus Gesundheit und Frieden.
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