MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Prof. Dr. Rolf Janke

Arbeitsökonomie und Arbeitsnormung, wissenschaftlich und praktisch

Rolf Janke

Institutsdirektor i. R.
Aktivist
Träger des Vaterländischen Verdienstordens der DDR
01069 Dresden

Die Jugend von Edith und Rolf Janke war durch Hitler-Regime und Krieg geprägt. Aus antifaschistischer Grundhaltung und Engagement wurden kommunistische Ideale, erlebt in Aufbaujahren und bei Persönlichkeiten, die ihnen solche Ideale überzeugend vorleben konnten, wie jener Königsbrücker Leiter der Polizei Martin Bergmann (ein Kommunist), ohne den Rolf Janke nie studiert hätte. Er schickte ihn zur Aufnahmeprüfung. Die neue Welt zu bauen, hieß anfangs in vielen Freiwilligenstunden zu enttrümmern. Aber es hieß auch, mit 800 Aufbaustunden die Grundlagen zu schaffen, dass sie 1960 endlich ihre eigene Wohnung bei der Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft beziehen konnten. Sein Vater, seit 1898 Mitglied der SPD, war zweimal auf Grund seiner Überzeugung interniert (1933, 1944), ab 1945 Stadtverordneter. Er vermittelte seine Ideale an den Sohn, der als 17-jährigen ebenfalls der SPD beitrat. In seiner Frau – Mitglied der KPD seit 1946 – fand er später eine politisch gleichdenkende Partnerin. Rolf Janke, 1929 in Königsbrück geboren, hatte Maschinenbauer gelernt, Edith Janke, 1927 in Ostpreußen zur Welt gekommen, begann ihr Berufsleben als Bürogehilfin. Rolf Janke machte 1953 an der Technischen Hochschule (TH) Dresden sein Diplom als Diplomwirtschaftler, Edith Janke studierte bis 1958 in Leipzig Binnenhandel. Er hätte gerne in einer MTS seine Arbeit aufgenommen, wurde aber gebeten als Assistent und Oberassistent an der nunmehrigen Technischen Universität (TU) Dresden tätig zu werden. Er promovierte 1960 zum Dr. rer. oec.. Von 1962–1965 ging er in die Praxis als Direktor für Arbeit und Ökonomie-Direktor beim VEB Sächsischer Brücken- und Stahlhochbau Dresden, wurde 1965 Dozent und 1970 ordentlicher Professor an der TU, 1976 Wissenschaftsbereichsleiter Arbeitsökonomie und leitete als Direktor 1990–1992 das Institut für Arbeits- und Personalwirtschaft, das aber zu dem Zeitpunkt schon ohne Aufgaben auf die Abwicklung zusteuerte. Alle Mitarbeiter (einschließlich der Sekretärin) hatten ab 1990 Vorlesungsverbot. Er forderte seine Mitarbeiter auf, sich noch vor Auflösung des Instituts neue Arbeitsstellen zu suchen, so dass zu diesem Zeitpunkt 1993 jeder Mitarbeiter eine gut bzw. sehr gut dotierte neue Arbeit hatte. 1992 wurde ihm zum 31.12. gekündigt. Bis 30.04.1994 befand er sich danach im Vorruhestand, ab 01.05.1994 wurde er Rentner. Edith Janke arbeitete nach dem Studium beim Warenhaus der staatlichen Handelsorganisation (HO), unterrichtete an der Fachschule für Binnenhandel, agierte bei der HO-Bezirksdirektion in den Bereichen Arbeit und Personal, wurde Direktor Kader, Bildung, Kultur und Sozialwesen beim Kombinat Robotron, war die letzten vierzehn Jahre vor der Rente 1987 Kader- bzw. Inventurleiterin beim Verkehrs- und Tiefbaukombinat. Seit 1949 gingen sie ihren Weg gemeinsam, 1949 wurde die Tochter geboren, 1954 geheiratet. Eine Enkeltochter, zwei Urenkel, die Ururenkelin erweiterten die Familie. Noch heute kommen sie nicht ohne Arbeit aus, das 1.000 qm-Gartengrundstück bietet genug zu tun und versorgt sie mit 60 % der notwendigen Lebensmittel.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz