MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Brunhilde Jeschke

Lasst die Diamanten strahlen

Brunhilde Jeschke

Rentnerin
Wildrosenweg 11
12683 Berlin

Echte Diamanten besitzt Brunhilde Jeschke nicht, es sind die Edelsteine im Herzen, die sie und ihr Mann sich in langjähriger Partnerschaft erworben haben, 60 Jahre sind sie (Heirat 1952) nun vereint. 1929 im pommerschen Daber geboren, absolvierte Brunhilde Jeschke nach dem Besuch der Volksschule und dem Landjahrlager eine Ausbildung zur technischen Zeichnerin (1946/49). Als Lehrling nur dem Bleistift verpflichtet, hat sie später den Wandel zur Tusche-Zeichnung bis zur Erstellung am PC mitgemacht. In den Jahren nach dem Krieg beschäftigte sie die Aufnahme der einzelnen Gemarkungen mit Aufriss, eine Arbeit, die für den Wiederaufbau wichtig, nützlich wurde. Im Bauamt von Prenzlau fand sie Anstellung, wurde dann als Bauleiterin eingesetzt, betreute ca. 100 Baustellen auf dem Land. Umsiedler und Neubauern wurden aufgeklärt und beraten, das Material abgerissener Gutshäuser gesichtet und verteilt. 1952 zog sie mit der Heirat nach Berlin. Nach der Babyzeit arbeitete sie vorwiegend als Sekretärin in verschiedenen Büros. Als in Berlin-Biesdorf ein Armee-Museum aufgebaut wurde mit angeschlossenem Filmstudio wurde sie erst als Sekretärin, dann als Produktionsdispatcherin eingesetzt. Sie organisierte die Zusammenarbeit mit dem Spielfilmstudio und dem Dokfilmstudio der DEFA, bald auch mit dem Fernsehen. Dadurch lernte sie viele berühmte Filmschaffende der DDR persönlich kennen, erlebte Rolf Hoppe, Günther Simon, Rolf Herricht und andere. Ihre Erfahrungen aus Lehre und Arbeit im Bauamt zahlten sich aus, als sie nach zehn Jahren zum Baufilmstudio als Produktionsleiterin ging. Nach weiteren fünf Jahren war die Produktion von Modefilme ihre Aufgabe, bis sie endlich direkt bei der DEFA als Produktionsleiterin tätig wurde, Drehstäbe und Drehorte in ihrer Obhut hatte, für Dienstleistungs-Export und die Kooperation mit Sendern aus der Bundesrepublik (ZDF, Hessischer Rundfunk) verantwortlich war. Als sie 1990 in Rente ging, blieb sie noch einige Zeit als Honorarkraft gefragt, betreute inzwischen auch das erste der beiden Enkelkinder. Brunhilde Jeschke engagierte sich stets in ihrem Wohngebiet, war auf dem Grundstück mit Laube aktiv, liebt es bis heute, selbst zu tapezieren und zu streichen. Sie liest gern Gedichte und hält ihr Gedächtnis mit Kreuzworträtseln fit.
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