MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Jürgen und Christa Hörnke

„Suche die kleinen Dinge, die dem Leben Freude geben“ (Konfuzius)

Jürgen und Christa Hörnke

Tulpenweg 4
04838 Bad Düben
Fon: 034243 / 22241

Jürgen Hörnke wurde 1941 in Lubow (heutiges Polen) geboren. Seinen Vater lernte er nie kennen. Er fiel bereits 1942 im Krieg. So war die Mutter mit den Kindern auch alleine als 1945 die Heimat verlassen werden musste. In Barth (Mecklenburg-Vorpommern) fanden sie neue Bleibe. Jürgen Hörnke wuchs dort auf (1945–1958). Zehn Jahren Schulbildung (1948–1958) folgte die zweijährige Berufsausbildung über die Konsumgenossenschaft Barth zum Fachverkäufer für technische Industriewaren in einem großen Potsdamer Kaufhaus. Nach erfolgreichem Abschluss zurück in der Konsumgenossenschaft, wurde er in die Verwaltung übernommen und absolvierte eine Weiterqualifizierung an der Bezirksschule des Handels zum Handelsbereichsleiter. Um seinen Plan ein weiterführendes Studium antreten zu können musste er sich zuvor für den Armeedienst verpflichten. Doch kaum hatte er seinen Dienst angetreten, bot man ihm ein Studium und eine Entwicklung innerhalb der Streitkräfte an, für die er sich dann auch entschied. Als Unterleutnant verließ er die Offiziershochschule. 1971/72 absolvierte er einen Laufbahnlehrgang in Kamenz, war 1972–1981 Stellvertreter Technik in einer Funktechnischen Einheit. In Mecklenburg-Vorpommern diente er in verschiedenen funktechnischen Truppenteilen, bevor er 1981 an die Unteroffiziersschule Bad Düben versetzt und Fachlehrer für Radartechnik wurde. Zum 30.11.1989 erfolgte seine planmäßige Entlassung aus dem militärischen Dienst (Major der Reserve). Das Arbeitsamt half bei der arbeitsmäßigen Eingliederung in den zivilen Bereich. Als Zivilbeschäftigter wurde er im Wehrkreiskommando Eilenburg als Adjutant des Politstellvertreters, dann als operativ Diensthabender tätig. Bei wendebedingter Auflösung der Einrichtung indessen 50-jährig, wurde die neue Arbeitsplatzsuche schwer. Das Angebot einer Umschulung „Sicherheit in der Wirtschaft“ hörte sich solide an, mündete letztendlich aber im Objektwachschutz. Doch der Familienunterhalt musste gesichert werden und das war mit dieser Arbeit möglich. 2005 nutzte Jürgen Hörnke die Möglichkeit mit 64 Jahren ohne Abschläge in die Rente zu gehen. Ehefrau Christa (geb. 1944) wäre gerne Friseurin geworden, doch letztendlich ging auch sie in den Handel, wurde Verkäuferin. Nach der Lehre absolvierte sie die Verkaufsstellenleiterschule, wurde anschließend in dieser Funktion in verschiedenen Einrichtungen tätig. Der Hochzeit mit ihrem Mann 1963 folgten die Geburten der Kinder Petra (geb. 1964, Versandhandelsmitarbeiterin), Andreas (geb. 1968, Elektriker) und Ralf (geb. 1976, Dekra-Prüfer) und für Christa Hörnke begann die Herausforderung nun Familie, Beruf und erwartete Einsatz- und Versetzungsbereitschaft ihres Mannes unter einen Hut zu bringen. Nicht immer war das einfach, häufiger Aufgabenwechsel nötig. In der Militärhandelsorganisation konnte sie 1975–1992 in Verkaufsstellen arbeiten, dann wurde sie gekündigt, die Dienststelle1993 aufgelöst. Auf einem Einkaufswagen schädigte sie ihre Gesundheit und wurde durch die lange Erkrankung schließlich (unter Vorgabe anderer Begründung) gekündigt. Ihrem Berufsunfähigkeitsantrag wurde entsprochen. So konnte sie die Jahre bis zur Rente überbrücken. „Arbeiten wollen und keine Arbeit finden...plötzlich auf der Straße stehen....die respektlose Art des Umgangs....“ das sind Erinnerungen die Familie Hörnke heute mit der Wende verbinden. Sie wohnen heute im Haus des Sohnes, freuen sich über acht Enkelkinder und drei Urenkel und dass sie diese auch heute noch unterstützen können.
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