MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Adrian Illmann

Ein Mecklenburger als Schiffssteuermann auf dem Rhein

Adrian Illmann

Steuermann Binnenschifffahrt    
17033 Neubrandenburg

Adrian Illmann ist stolz auf das bisher in seinem Leben Erreichte. Er darf nach Ablegung aller Prüfungen als Steuermann ein Versorgungsschiff auf dem Rhein führen und ist somit die rechte Hand des Schiffsführers. Im Sommer 2001 hatte Adrian die Realschule am Sportgymnasium in Neubrandenburg beendet. Durch einen Bekannten seiner Mutter, dessen Sohn die Lehre als Matrose abgebrochen hatte, entstand die Idee zu einer Bewerbung für einen bis dahin unbekannten, aber hochinteressanten Ausbildungsweg. Er stellte sich in Hamburg vor, wurde angenommen und begann in Duisburg zu lernen. So verließ er mit 16 Jahren das Elternhaus und war mit einem Schlag auf sich allein gestellt. Unterstützung erhielt er auf seinem ersten Ausbildungsschiff kaum, die älteren Matrosen betrachteten ihn als Konkurrenten, der ihnen den Job streitig machen könnte. Er schaute sich ab, was immer möglich war, machte sich Notizen und lernte in den abendlichen, einsamen Stunden. Wenn in diesen ersten Monaten seine Eltern Ralf und Petra nicht mit Rat und Tat an seiner Seite gewesen wären, hätte er wohl aufgegeben. Als Adrian am Ende des ersten Jahres während der theoretischen Ausbildung den Schweizer Reto Senn kennenlernte, entstand eine Freundschaft, die bis heute anhält und ihre Freundinnen mit einschließt. Gegenseitige Hilfe und Motivation, Ehrlichkeit und Vertrauen verbinden die jungen Männer. Immer mehr machte sich Adrian auch das Motto seines Großvaters zu eigen: Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott. Im zweiten Lehrjahr traf Adrian auf einem anderen Schiff Menschen, die ihm Wissen und Kenntnisse bereitwillig vermittelten. Mit Energie und eisernem Willen hat er die Ausbildung zum Matrosen in der Zeit von 2001 bis 2004 bewältigt. Der Matrosenbrief war der Lohn für alle Mühen. Heute ist er auf diesem, „seinem Schiff“, der Steuermann. Niemand wundert es, dass die Ernennung als Schiffsführer sein berufliches Ziel ist. Dafür würde er gern eine Gabe besitzen: Menschenkenntnis. Diese zu erwerben hilft ihm vielleicht seine tägliche Auszeit: „15 Minuten jeden Tages gehören mir, mir ganz allein“. Seine Heimat jedoch ist und bleibt Neubrandenburg, hier verbringt er nach jeweils zwei Wochen auf dem Rhein seine freie Zeit, findet Ruhe in der Natur, Entspannung bei den Eltern und Freunden und Spaß beim Hobby, seinem Auto. Denn Autofahren kann man auf dem Rhein, so schön er ist, dann doch nicht.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz