MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Christine und Hans Jabin

Ein glückliches Paar

Christine und Hans Jabin
Dipl. Säuglingsschwester und Ing. für Chemischen Apparatebau

06237 Leuna

Zusammen sind Christine und Hans Jabin fast 170 Jahre alt. Ein Paar sind beide in zweiter Ehe seit 1973. Geheiratet haben sie in Leuna. Sie haben 5 Kinder, alles Mädchen. Davon ein gemeinsames, Ute, das Nesthäkchen. 5 Enkelkinder gehören inzwischen zur Familie – wieder sind die Mädchen in der Überzahl. Christine erblickte im letzten Monat des Jahres 1932 in Zürich das Licht der Welt und wuchs bis zum ihrem 10. Lebensjahr in Bern auf. Ihr Vater, Berufsoffizier, wurde während der Kriegsjahre mehrmals versetzt und so wohnte die Familie in verschiedenen Kantonen der Schweiz, was einen häufigen Schulwechsel für Christine mit sich brachte. Ihr letztes Schuljahr schloss sie in einem Lyzeum ihrer Heimatstadt Bern ab. Da war Christine aber erst 17. Um ihren Berufswunsch, Kinderschwester, verwirklichen zu können, musste sie noch 3 Jahre warten. Die Schweizer Gesetze schrieben nämlich für den Beginn der Ausbildung zur Kinderschwester ein Mindestalter von 20 Jahren vor, ebenso das Beherrschen der französischen Sprache in Wort und Schrift und ein abgeschlossenes Haushaltslehrjahr. Also ging Christine in die französische Schweiz, um Französisch zu lernen, einen Kochkurs sowie einen Weißnähkurs, welcher ebenfalls zur Voraussetzung gehörte, zu absolvieren. Weiterhin besuchte sie noch einen Bürolehrgang, der ihr später in der DDR sehr nützlich sein sollte. Nun endlich konnte sie ihren Traumberuf erlernen. Christine Jabin schloss das 3jährige Studium als Wochen-, Säuglings- und Kinderpflegerin mit dem Diplom ab und arbeitete 2 Jahre als Privatschwester. 1957 heiratete sie ihren ersten Mann, den sie 1954 anlässlich des Fußballspiels Deutschland – Ungarn kennengelernt hatte und der aus Erfurt kam. Sie zog zu ihm und fand auf der Entbindungsstation der Städtischen Krankenanstalten Erfurt eine Anstellung. 1960 zog die Familie nach Leuna, die Ehe wurde 1967 geschieden. Später lernte sie Hans Jabin kennen und lieben, sie heirateten 1973. Ab 1979 arbeitete Christine Jabin auf der Frühgeborenen-Station im Krankenhaus Merseburg. 1980 wurde sie als Sachbearbeiterin im Leuna-Werk eingestellt. Nur kurze Zeit später war sie für den gesamten Schriftverkehr von 8 Ingenieuren zuständig und war Sekretärin. Diese Tätigkeit übte sie bis 1989 aus und bereitete ihr viel Freude. Hans Jabin wurde Anfang März 1921 in Halle geboren. Nachdem sein Vater, ein Former und Gießer, in Leuna einen Arbeitsplatz gefunden hatte, zog die Familie 1928 nach Leuna. Hier begann 1935 die Berufskarriere von Hans – hier sollte sie nach 51 Jahren auch enden. Der Ingenieur Hans Jabin ging in den Ruhestand als hochgeachtete Leiterpersönlichkeit und kreativer Neuerer. Besonders gern erinnert er sich an den Aufbau der neuen Leimfabrik in den 70er Jahren. Ein Kontaktofen für Formaldehyd war seine Erfindung. 10 Mal wurde Hans Jabin als Aktivist ausgezeichnet, er erhielt den Orden „Banner der Arbeit“ ebenso wie den Ehrentitel „Verdienter Erfinder“. Nun bewirtschaften sie gemeinsam ihren Garten. Christine und Hans Jabin schätzen die Harmonie ihrer Ehe und möchten noch den 100. Geburtstag von Hans gemeinsam feiern.
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