MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Bernd und Gabriele Höhne

„Lebe jeden Tag als wäre es dein letzter!“ (Lebensspruch)

Bernd und Gabriele Höhne

Dipl. Ing. (FH) für chemischen Apparate- und Maschinenbau
Krippenerzieherin, Versicherungskaufmann
Ernst-Thälmann-Str. 54
06803 Greppin
Fon: 03493 / 20522

Ihren Geburtstag können die Höhnes gemeinsam feiern, denn zwar nicht im gleichen Jahr, aber am gleichen Tag kamen sie zur Welt. Bernd Höhne im Jahr 1944 in Greppin. Hier besuchte er die Schule bis zum Abschluss der 10. Klasse. Der Berufswunsch Sportlehrer war da schon abgewählt wegen einer erlittenen Sportverletzung im aktiven Fußballspiel. Er lernte den Beruf Werkzeugmacher (CKB Bitterfeld) und was erst als Notlösung entschieden wurde, entwickelte sich in der Praxis zum Traumberuf. Nach Ableistung seiner Wehrpflicht in den Ausbildungsbetrieb zurückgekehrt, absolvierte er 1967–1972 ein Fernstudium an der Hochschule Köthen. Veranlasst hatte das sein damaliger Chef, der innerhalb des „Kultur- und Bildungsplanes“ (jährliche Festschreibung der Selbstverpflichtungen der Brigaden in der DDR) fand, die Entwicklung des Kollegen Höhne sei gut. „Ich wollte das erst nicht, aber wenn ich etwas anfange, mache ich es auch zu Ende....“ berichtet Bernd Höhne bescheiden davon neben der Arbeit fünf Jahre erfolgreich studiert zu haben und sich folgend bis zum Abteilungsleiter entwickelt zu haben – ohne Parteizugehörigkeit! Er hat seinen Weg trotzdem gemacht, „...aber schwerer...“ wie er sagt. Über eine Vorruhestandsregelung ging er knapp 65-jährig in die Rente. 1968 hatte er während eines Balaton-Urlaubs seine Frau Gabriele kennengelernt. 1970 heiratete das Paar und konnte sich 1971 über die Geburt von Sohn Stefan (BMSR-Mechaniker) und 1978 von Sohn Matthias (Informatiker) freuen. Letzter hat indessen für zwei Enkelkinder gesorgt. Gabriele Höhne wurde 1948 in Freienhagen als Tochter einer Sekretärin und eines Kriminalbeamten geboren und wuchs in Bernau auf. In die Fußstapfen der Eltern wollte sie nicht treten, lieber Stewardess oder Kindergärtnerin werden. Schließlich lernte sie in Eisenhüttenstadt (im Internat untergebracht) den Beruf Krippenerzieherin und arbeitete nach Abschluss im Dauerwochenheim Bernau. Der Umzug nach Berlin 1968 zog einen Arbeitsplatzwechsel in das Klinikum Berlin-Buch nach sich. Später qualifizierte sie sich zur Gruppenleiterin. Die Weiterbildung zur Krippenleiterin konnte sie nicht mehr wahrnehmen weil sie durch ihre Heirat nach Greppin umzog. In einem Wochenheim und der Greppiner Kinderkrippe wurde sie tätig, unterbrach dann ihre Berufstätigkeit wegen der Geburt und Betreuung der Kinder. Sie nutzte die Zeit zudem (1978–1979) eine Lehre zum Versicherungskaufmann aufzunehmen und abzuschließen und arbeitete als Versicherungsvertreter und Versicherungsinspektor. Gesundheitliche Gründe führten erst vom Außen- in den Innendienst der Versicherung, später dann in die Firma ihres Mannes wo sie als Finanzbuchhalterin, Sekretärin und Chefsekretärin arbeitete. Mehrere Firmenübernahmen erlebte und „überlebte“ sie dabei bis sie in den Vorruhestand trat um Verantwortung für die Pflege von Familienangehörigen zu übernehmen. „Mir ist es schwer gefallen aufzuhören...ich habe 1 ½ Jahre gebraucht um die neue Situation zu akzeptieren nicht mehr zur Arbeit gehen zu können....“ schildert sie die damalige Zeit. Ihr fehlten die Kontakte, die Kollegen und die Arbeit selbst. Drei Pflegefälle betreute sie danach. Sie ist zufrieden sich dafür entschieden zu haben, denn die aufwendige, an Kraftgrenzen führende Hilfe war notwendig und menschlich bereichernd. Die Höhnes sind stolz auf ihre Kinder und Enkel, glücklich gesund gut leben zu können, denken mit Achtung und Dankbarkeit an die Eltern, insbesondere an Gabrieles Vater Albert und Bernds Mutter Liesbeth. Fußballspiele sehen, den Garten pflegen und die Enkelkinder betreuen bieten heute Beschäftigung. Gemeinsam reiste das Paar einst nach Indien, übernahm vom 3.–18. Lebensjahr Verantwortung für Patenkind Neelam. Der Traum von einer weiteren großen Reise trennt sie in der Entscheidung. Während Gabriele von der Antarktis träumt, würde Bernd gerne die Karibik besuchen. Es bleibt abzuwarten wohin die Reise wirklich gehen wird, denn eins ist klar: Wie bisher im Leben – natürlich gemeinsam!
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