MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Gisela und Jürgen Höfer

„Wenn ich meine Familie nicht hätte, …“

Gisela und Jürgen Höfer

Pensionäre
Adolf-Damaschke-Str. 89
08606 Oelsnitz
Fon: 037421 / 28427

Ein zufriedenes Ehepaar ist in tiefer Liebe vereint, von gegenseitigem Vertrauen getragen und seit Jahrzehnten eng miteinander verschmolzen. Hin und wieder wird die harmonische Zweisamkeit durch eine Liebeserklärung untermauert. Fragt man Gisela Höfer, geboren am 06.04.1949 in Coswig, nach ihrem größten Vorbild, schaut sie Ehemann Jürgen liebevoll an: „Mein größtes Vorbild bis Du.“ Ebenso stolz plaudert sie von Tochter Anja und ihren Enkelkindern Michael, Sabine und Lea. Oft schauen sie bei ihren Großeltern vorbei und der von der Omi begonnene Satz verlangt nach keinem ausgesprochenen Ende: „Wenn ich meine Familie nicht hätte, …“ Aufgewachsen mit zwei Geschwistern, sollte der Berufsweg durch die Eltern geprägt werden. Mutter arbeitete im Kindergarten, auch in einer Bäckerei, und Vater war Gärtner.. So beabsichtigte sie, entweder Kindergärtnerin zu werden oder im Bereich Gartenbau ansässig zu werden. Leider gingen beide Wünsche nicht in Erfüllung. Nach Beendigung der Schulzeit begann Gisela Höfer als Produktionsarbeiterin in der Coswiger Streichholzfabrik. 1971 veränderte der Polterabend ihrer Freundin alles Bisherige. Besagte Freundin war gleichzeitig die Cousine ihres heutigen Mannes und ganz romantisch verliebte sich das Paar auf diesem Polterabend. Gisela Höfer zog zu ihrem Jürgen nach Oelsnitz, nahm eine Stelle an der Teppichfabrik „Halbmond“ an und widmete sich dort ihrer Ausbildung zur Teppichfacharbeiterin. Nach der Wende nur kurz zu Arbeitslosigkeit verurteilt, fand sie bei der Bayer AG für viele Jahre eine neue Beschäftigung. Rentnerin ist Gisela Höfer seit 2012. Ihr lieber Jürgen, der früher seinen Garten über alles liebte und als Hobbyfotograf die schönsten Augenblicke festhielt, arbeitete die letzten 10 Jahre seines Berufslebens als LKW-Fahrer. Herausgerissen wurde er 2007 durch einen Schlaganfall. Seither lässt Gisela Höfer ihm die beste Pflege angedeihen und sorgt dafür, dass es ihrem Mann gut geht. Über Organisationstalent verfügte sie ohnedies schon immer. Ansonsten bewundern Familie und Freunde ihre uneingeschränkte Ehrlichkeit und Gutmütigkeit. Einst griffen Eltern und Schwiegereltern oft helfend unter die Arme. Ihre Geschwister tun dies noch immer und ein fester Termin nahm traditionellen Charakter an. Jeden Sonntag um 10 Uhr telefoniert sie mit ihrem Bruder Jürgen – ein festes Ritual, das Gisela Höfer auf keinen Fall missen möchte und der Schlagertext bekommt eine ganz neue Bedeutung: „Immer wieder Sonntags …“
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