MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Elisabeth und Dieter Hänisch

Zufrieden auf ein ehrliches und erfülltes Leben zurückblicken

Elisabeth und Dieter Hänisch

Monteurin; Schweißer und Feinmechaniker i. R.
Auenblick 35

09648 Mittweida

Fon: 03727 / 90933

Das Leben von Elisabeth und Dieter Hänisch ist durch harte Arbeit und bis heute durch einen ausgeprägten Sinn für das Praktische geprägt. Gerade deshalb schätzen sie vor allem solche Eigenschaften wie Treue und Zuverlässigkeit und legen großen Wert auf Ehrlichkeit und eine gute Nachbarschaft. Außerdem zählt auch ihr Eigenheim, dass sie 1971 übernommen und in mühevoller Arbeit ausgebaut haben, zu ihrem Lebenswerk. Vor allem Dieter Hänisch verbringt bis heute viele Stunden bei der Arbeit im Garten und hat dabei nicht nur Freude am Wachsen und Blühen, sondern er findet dabei auch die Entspannung, die ihn im Alter noch eine gute Gesundheit beschert. Elisabeth Hänisch verschlägt es aus dem ehemaligen Jugoslawien zum Ende des Krieges nach Deutschland, sie wächst mit sieben Geschwistern auf. Nach der Schule arbeitet sie nach einer Anlernzeit auf der Kinderstation eines Krankenhauses und lernt schon in frühen Jahren harte Arbeit in verschiedenen Arbeitsstellen kennen. Während dieser Zeit beginnt ihr späterer Mann Dieter nach Feierabend vor dem Fabriktor auf sie zu warten. Seit 1961 lebt Elisabeth Hänisch in Mittweida, arbeitet in einer großen Spinnerei mit tausenden Beschäftigten an einer Flyermaschine. Vier Jahre später wechselt sie in die Feinmechanik, in den Betrieb „ELFEMA“, wo sie bis 1999 arbeitet. In diesem „Frauenbetrieb“ fühlt sie sich sehr wohl. Das ändert sich ab 1990, als westliche Manager durch Normerhöhungen den Konkurrenzdruck unter der Belegschaft schüren. Sie ist sehr froh darüber, dieses Arbeitsleben nicht mehr erleben zu müssen. Dieter Hänisch wächst in Mittweida mit einem Bruder auf, der Vater bleibt im Krieg. Die Mutter arbeitet in einer Fabrik an der Stanze und später als Krankenschwester. Er erlernt beim Kraftverkehr den Beruf eines Kfz-Schlossers, ist von 1959 bis 1962 Soldat und geht Ende der sechziger Jahre in ein Betonwerk als Reparaturschlosser, wobei ihm seine Befähigung als Schweißer sehr zugute kommt. Hier ist er rund drei Jahrzehnte tätig, wird 2001 gekündigt und geht ein Jahr später in den wohlverdienten Ruhestand. Auch er denkt gern an das gute Betriebsklima vor 1990 in seinem Betrieb zurück. Das Ehepaar Hänisch ist seit 1963 verheiratet, sie haben vier Söhne, die beiden Ältesten, Enrico und Uwe, arbeiten als Maurer, beziehungsweise Metallfacharbeiter. Die beiden Jüngsten, Steffen und Andreas erlernten den Beruf Melker (Schweizer) und waren bei der LPG in der Rinderzucht tätig. Zur Familie gehören insgesamt sieben Enkelkinder. Die Eltern sind sehr glücklich über ihre Söhne, die alle „etwas Ordentliches“ gelernt und intakte Familien gegründet haben. Die einschlägigen Treffen am ersten Weihnachtsfeiertag gehören für Elisabeth und Dieter Hänisch zu den jährlichen Höhepunkten.
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