MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Erhard Hänsch

Ohne Fleiß keinen Preis

Erhard Hänsch

Inhaber Boote – Bootsmotoren und Zubehör
Anerkannter Gutachter für Sportschifffahrt
Oechelhäuser Str. 3 a
06846 Dessau
Fon: 0130 / 616947
Fax: 0340 / 616947
Internet: www.wassersport-haensch.de
E-Mail: wassersport-haensch(at)web.de

Erhard Hänsch hat drei gesellschaftliche Systeme erlebt. 1940 in Dessau geboren, erlebte er sehr bewusst die Bombenangriffe auf Dessau mit. Er erinnert sich an das Brummen der Bomber und wie der Bunker erbebte, in dem die Familie Schutz gesucht hatte. Und auch daran, wie es aussah, wenn sie wieder auf die Straße kamen. Besonders nach dem Großangriff der am 07.03.1945 Dessau in Schutt und Asche legte. Die Straßen waren nicht mehr begehbar, Räum-Panzer schafften Platz, damit die Menschen überhaupt noch fortkommen konnten. Die Zeit nach dem Krieg prägte seine Generation. Hunger lehrte Achtung vor Lebensmitteln. 1946 eingeschult, bekam man – pünktlich zum Unterricht kommend – ein Roggenbrötchen. Etwas für starke Zähne, was man sich jedoch keinesfalls entgehen lassen konnte. Zu Hause wurden alle handwerklichen Arbeiten am Haus selbst gemacht und er als Junge lernte spielerisch, was ihm im späteren Berufsleben nutzen sollte. Elektriker wollte er eigentlich nach der 8. Klasse werden, ließ sich dann jedoch zum Abschluss der mittleren Reife überreden und nahm, weil Kader in der Wirtschaft gebraucht wurden, ein kombiniertes Studium mit Berufsausbildung an der Bergingenieurschule Senftenberg und Zwickau auf. Als Bergingenieur Maschinenbau trat er die Arbeit im Konstruktionsbüro der Leunawerke an und freute sich mit Chemietarif 650 Mark zu verdienen. Nach einem Jahr wechselt er in die Hauptmechanik der Gärungschemie Dessau, und begann in dieser Zeit ein Fernstudium an der TU Magdeburg. Berufliche Weiterentwicklung suchend, fing er 1965 als Hauptmechaniker im Chemiewerk Kapen an. Doch bereits im Jahr 1988 machten sich in der DDR die ersten Umbruchzeichen bemerkbar. Auch Erhard Hänsch wollte mehr Freiheit, wollte reisen und seine Verwandten in der BRD besuchen. In seinem Betrieb Unterstützung vermissend, kündigte er und nahm die Arbeit im VEB Plastbelag Dessau auf. Aber nach der Wende wollte niemand mehr Plastbelag kaufen. Das Aus für den Betrieb wurde auch für ihn zur Zeit der Umorientierung. 1990–1991 begleitete er als Bauleiter den Aufbau der Weizenstärkefabrik in Barby, wurde nach Fertigstellung des Werkes arbeitslos. Als leidenschaftlicher Segler fuhr er in dieser Zeit zur Bootsmesse nach Düsseldorf und legte damit den Grundstock für seine weitere Zukunft. Suzuki wurde zum Partner, das private Areal zum Geschäftsgrundstück für den Bootsmotorenverkauf. Garage und Garten reichten bald nicht mehr aus, das Firmengebäude des heutigen Standortes wurde gekauft und mit Hilfe eines Kredites und der Söhne Rainer (Designer) und Thomas (Techniker) ausgebaut. Ehefrau Adelheid (OP-Schwester und Initiatorin der Gründung des Neuen Forums in Dessau / in Abstimmung mit Bärbel Bohley / NF-Bln. am 28.09.1989) war von Beginn an mit dabei, verzichtet dafür auf eigene Karriere in der Kommunalpolitik. Tochter Kirsten studierte zu diesem Zeitpunkt zur diplomierten Sportwissenschaftlerin. Indessen ist das Unternehmen über 20 Jahre am Markt und als Mitglied des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft e. V. und zertifizierter Wassersportfachbetrieb, führendes Fachgeschäft für Sportschifffahrt in der Region. Seit 1993 auch als anerkannter Boots-Sachverständiger tätig, ist Erhard Hänsch heute selbst noch aktiver Segler und beweist täglich seine Stärke, mit anderen Menschen gut umgehen zu können, im eigenen Geschäft.
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