MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Helmut Höhne
Vom Arbeiterkind zum Technischen Direktor
Dipl.-Ing. für Polygraphie Elsasser Str. 19 01307 Dresden
Er ist ehrgeizig, genau und absolut zuverlässig. Vor allem mit diesen Eigenschaften hat er seine berufliche Entwicklung gemeistert.
Helmut Höhne 1938 in Dresden geboren, wächst hier auf. Er schließt die 8. Klasse ab und lernt in der Lehrwerkstatt „Berthold Haupt“ Offsetdrucker. Er ist dann in der Hausdruckerei im Strömungsmaschinenbau in Pirna, in der späteren Hausdruckerei der Flugzeugwerke Dresden, tätig. „Ich habe hier viel gelernt“, sagt er zurückblickend.
Von 1960 bis 1963 absolviert er die Ingenieurschule für Polygraphie „Otto Grotewohl“ in Leipzig. Zunächst beim Kunstdruck in Dresden-Niedersedlitz beschäftigt, ist er dann als Technologe in der Druckerei der „Sächsischen Zeitung“ angestellt. Er wird Bereichsleiter und schließlich stellvertretender Technischer Direktor. In dem Grafischen Großbetrieb „Völkerfreundschaft“ ist er ab 1966 zuständig für die Einrichtung des Hauses der Presse und schließt postgradual ein Studium zur wissenschaftlichen Arbeitsgestaltung ab. Von 1984 bis 1987 erwirbt er im Fernstudium das Diplom als Ingenieur für Polygraphie. Während der Arbeitsjahre in der DDR ist er auch viel international eingesetzt.
Als 1990 der Betrieb von der Bertelsmann-Gruppe übernommen wird, ist er dort für die Qualitätskontrolle verantwortlich. Es erfolgt eine Neuorientierung. 1991 mit dem Verkauf von Maschinen in Zwingenberg am Neckar befasst, arbeitet er später als Drucker bei „Lößnik-Druck“ und wird Betriebstellenleiter in der Filiale Coswig. In einer anderen privaten Druckerei verantwortet er den Druck und seine Weiterverarbeitung. Ab 1998 ist er bei der Polydruck GmbH, die später ihren Sitz nach Niedersedlitz verlegt, in der Kalkulation mit der Auftragsvorbereitung beschäftigt. Es ist seine letzte Arbeitsstelle hier, wo alles begann.
Für seine Leistungen, u. a. für die Einführung des Offsetdrucks ist der Dipl.-Ing. mit dem „Banner der Arbeit“ und als Aktivist ausgezeichnet worden.
Seit 2003 im Ruhestand, hat er jetzt mehr Zeit für sein Hobby, dem Singen. Seit dem 17. Lebensjahr singt er im Sächsischen Bergsteigerchor „Kurt Schlosser“, der heute 85 Jahre besteht und sein Publikum immer wieder erfreut. Der Chor ist u .a in Dippoldiswalde, in Freiberg, Bischofswerda, Chemnitz unterwegs - legendär die Auftritte im Festsaal des Kulturpalastes.
Helmut Höhne wandert und klettert gern, am liebsten gemeinsam mit seiner Frau. Er lebt gern hier in Dresden, in seiner Heimatstadt mit ihrer Kultur, den Traditionen, der Landschaft. Glück bedeutet für den 74-Jährigen, der so gern fliegen könnte, „Gesundheit und Frieden“