MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Horst Hühler

Der die Arbeit nicht scheut

Horst Hühler

Schlosser
Dr.-Otto-Nuschke-Str. 35
07973 Greiz
Fon: 03661 / 432748

Horst Hühler, Vogtländer vom Jahrgang 1937, in Greiz geboren und aufgewachsen, lernte seinen Vater nie richtig kennen, denn dieser musste in den Krieg ziehen, aus dem er nicht zurückkehrte. So unterstützten den Jungen neben der Mutter (die wie der Vater in der Textilindustrie tätig war) der ältere Bruder Gerhart (leider im Alter von 35 Jahren bereits verstorben) und der als Vormund eingesetzte Onkel Willy bei seinem Reifeprozess. Ab 1944 besuchte er die örtliche Schule, die er 1952 mit der 8. Klasse abschloss. Seine Vorstellung ging in einen Metallberuf, den er dann mit der Ausbildung zum Schlosser bei der privaten Firma Hellrich auch ergriff. Nach drei Jahren und dem Gesellenbrief blieb er noch ein Jahr beim Lehrherrn, dann wechselte er als Betriebsschlosser zum VEB Novotex, einer großen Textilfirma. Doch bereits 1957 entschied er sich, für ein paar Jahre die Heimatstadt zu verlassen, um beim VEB Webstuhlbau Großenhain anzufangen, wo er in der Montage seine Aufgaben fand. 1964 kehrte er nach Greiz zurück, um die Mutter zu unterstützen. Er begann als Betriebsschlosser beim VEB Plasttechnik Greiz. 1964 lernte er bei einem Bulgarien-Urlaub auch seine Frau Annemarie kennen, die er ein Jahr später dann heiratete. Mit der Aussicht auf eine ordentliche Wohnung für die Familie wechselte er als Schlosser zur Wohnungsgenossenschaft „Textil“ Greiz. Anfang der siebziger Jahre fand er bei der für die Landwirtschaft arbeitenden Zwischengenossenschaftlichen Bauorganisation (ZBO) von Zeulenroda neue Aufgaben, baute mit einem Kollegen, mit dem er schon bei der Wohnungsgenossenschaft zusammengearbeitet hatte, die Werkstatt im Betriebsteil Hohenleuben auf. Als mit dem Ende der DDR 1990 bisherige Strukturen zusammenbrachen, wurde Horst Hühler bei der Privatisierung von der Firma Hobau übernommen und war nun hauptsächlich beim Wasserleitungsbau in der Region unterwegs. Mit 60 Jahren und Altersübergangsregelung ging es für Horst Hühler in die ruhigere Phase des Lebens. Schon zu DDR-Zeiten liebte die Familie das Schwarze Meer, neben Bulgarien war auch Sotschi an der russischen Küste angesagt. Mit den offenen Grenzen ab 1990 konnte sich die Familie Hühler manche Träume erfüllen. Griechenland und die Türkei, Spanien, die Dominikanische Republik und als einer der Höhepunkte die Malediven standen in ihren Reiseplänen. Frau Annemarie war als Lehrerin tätig, mit ihr konnte er noch die Goldene Hochzeit feiern, ihr Tod 2017 war ein herber Verlust. Sohn Jens (Jahrgang 1967) war früh durch einen Unfall von ihnen gegangen, Sohn Joachim (1972), Geschäftsführer einer Dresdner IT-Firma, und die beiden Enkel erweiterten das Familienglück.
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