MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Christa Hübschmann

„Überall regt sich Bildung und Streben“ (Goethe)

Christa Hübschmann

Diplom-Pädagogin
07548 Gera

In Schmiedeberg im Riesengebirge wurde sie als Christa Krause 1933 geboren. Der Vater, ein Fleischermeister, 1940 eingezogen, wurde als Kriegsgefangener dann nach Deutschland entlassen, während die Mutter, die Schwester und Christa selbst auf dem nun polnisch gewordenen Territorium Schlesiens verblieben, erst im Januar 1947 zu den Verwandten nach Roschütz bei Gera ausreisen durften. Durch die Ereignisse hatte die junge Christa zwei Jahre Schulunterbrechung, durfte aber später eine Klasse überspringen. Nach der 8. Klasse wechselte sie ins Internat der Max-Greil-Oberschule in Schleusingen, wo sie ihr Abitur ablegte. Ihr Studium nahm sie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena auf, wurde zur Sportlehrerin ausgebildet. Für zwei erste Praxisjahre wurde sie an eine Schule in Johanngeorgenstadt (Erzgebirge) verpflichtet. Dann kehrte sie nach Gera zurück, brachte 1958 Sohn Christian zur Welt. Sie arbeitete an einer Sprachheilschule, später acht Jahre an der Geraer Ostschule, konnte daneben eine langfristige Weiterbildung zur Deutschlehrerin absolvieren. Als sie an die Debschwitzer Schule wechselte, gab sie nur noch wenige Sportstunden, wirkte vor allem im Deutschunterricht. Als die Abteilung Volksbildung des Rates der Stadt sie als Referentin gewinnen wollte, führte sie an zwei Tagen pro Woche noch die von ihr betreute 8. Klasse bis zum Abschluss, war aber schon drei Tage für die Lehrerbildung (u. a. Betreuung der Fernstudenten, Nachwuchsgewinnung) tätig. Ein dreijähriges Fernstudium in pädagogischer Psychologie an der damaligen Karl-Marx-Universität Leipzig schloss sie als Diplom-Pädagogin ab. Ihr Engagement wurde mit der Beförderung zur Oberlehrerin und Studienrätin belohnt. Als einzige in der Verwaltung der Volksbildung war sie nicht in der Staatspartei SED, dies half ihr 1990, als mit den gesellschaftlichen Umstrukturierungen Entlassungen verbunden waren. Sie wurde übernommen, betreute ein Jahr den Bereich Aussiedlerkinder, dann den Bereich Sonderschulen/ Förderschulen. Als sie kurz vor ihrem 60. Geburtstag aufgefordert wurde, in den Ruhestand zu wechseln, akzeptierte sie die neue Lebenssituation, ging sie aktiv an. Die langjährige Pflege der Mutter, das zum Biogarten umgewandelte Grundstück, der wöchentliche Besuch von Sportgruppe und Sauna, Reisen zwischen heimatlichem Riesengebirge und China füllten nun ihre Tage. Die Kommilitoninnen vom Psychologiestudium treffen sich jedes Jahr, die 60-Jahr-Feier des Abiturabschluss im Kreis der ehemaligen Schleusinger Internatsschüler war ein großes Ereignis. 1979 – mit der Hochzeit von Sohn Christian bereicherte Schwiegertochter Angelika die Familie. Nun strebt Enkel Tom ebenfalls das Lehramt an.
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