MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Andrea Hädicke

Geht nicht, gibt’s nicht

Andrea Hädicke

Hohe Str. 37
06667 Weißenfels
Fon: 03443- / 301235 dienstlich

Andrea Hädicke ist eine willensstarke Frau, die sehr gut rechnen kann, ehrliche Menschen mag und sehr stolz auf das von ihr aufgebaute Unternehmen ist. Die Eltern sind Arbeiter, die Tochter träumt davon, einmal Damenmaßschneiderin zu werden, es klappt nicht und so wird sie Facharbeiterin für Schreibtechnik. Andrea Hädicke lernt noch auf einer alten „Erika“, kann stenografieren und perfekt blind tippen. Sie arbeitet zunächst in ihrem ehemaligen Ausbildungsbereich, dem Direktionsbereich Technik der Schuhfabrik, und 1980 nach der Geburt ihrer Tochter Denise ein halbes Jahr zu Hause. Nach der Rückkehr in den Betrieb ist sie im Direktionsbereich Produktion tätig, wo sie viel mit Zahlen arbeitet, es aber auch mit einem sehr anspruchsvollen Chef zu tun hat. Andrea Hädicke „verschläft“ die Grenzöffnung am 9. November 1989, hat aber einen wachen Blick für die Entwicklungen, die jetzt auf die Menschen zukommen. Ab April 1990 unterstützt sie ihren damaligen Mann beim Aufbau eines eigenen Taxiunternehmens und erhält Anfang 1992 deswegen die endgültige Kündigung. Im Jahr 1995 trennt sie sich von ihrem Mann, der sie anschließend auch nicht weiter beschäftigen will. Andrea Hädicke steigt später in ein anderes Taxiunternehmen ein, das sie 2006 übernimmt. Sie eignet sich die nötigen Kenntnisse zur Führung eines Unternehmens an und legt die Prüfung vor der IHK ab. Sie ist sehr erfolgreich und kann der Tochter später eine gesunde Firma mit 15 Mitarbeitern und acht Autos übergeben. In der Taxibranche lernt sie im Jahr 2000 ihren jetzigen Partner Heiko Schob kennen und ist seit 2010 mit ihm verheiratet. Der gelernte Baumaschinist und Meister erfährt nach der bestandenen Meisterprüfung im Jahr 1990 von seinem Vorgesetzten: „Kollegen Meister, jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen“. Er denkt an seinen ersten Beruf, wechselt in die Baubranche, doch die bricht in den Jahren 1995/1996 ein. Im Jahr 1996 steht Heiko Schob vor dem Aus: Die Firma eines ehemaligen Kollegen, wo er zuletzt den Bagger gefahren hat, muss Konkurs anmelden. Im selben Jahr trennt sich die Lebensgefährtin von ihm, er hat von einem Tag auf den anderen keine Wohnung mehr und außerdem muss er noch das Auto abbezahlen. Zum Glück erklären sich die Eltern bereit, ihn in dieser Notsituation wieder bei sich aufzunehmen. Heiko Schob entscheidet sich für den Neustart als Taxifahrer. Er kann noch auf einige Ersparnisse zurückgreifen, und dadurch die Ausbildung für den Erwerb des Taxischeins selbst bezahlen, das Amt hat eine finanzielle Hilfe abgelehnt. Diese Arbeit und vor allem der damit verbundene Umgang mit Menschen macht ihm sehr viel Spaß. Während seine Frau in den freien Stunden gern relaxt, hält er sich mit Fahrradfahren fit und freut sich schon auf die Reise mit seiner Frau Andrea nach Venedig.
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