MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Christiane und Rolf Hähnel

Zwei Wolfener mit dem Traum vom Schwabenland

Christiane und Rolf Hähnel

Erich-Weinert-Ring 42
06766 Bitterfeld-Wolfen

Rolf Hähnel, 1947 in Riesa geboren, absolvierte die 10. Klasse und anschließend eine Berufsausbildung mit Abitur. An der Technischen Universität Dresden nahm er unmittelbar danach sein Studium auf, schloss als Diplom-Ingenieurpädagoge für technische Chemie ab. Durch die Studienlenkung erfolgte im Anschluss seine Vermittlung an die Filmfabrik Wolfen, wo er – unterbrochen von seinem Dienst bei der Bereitschaftspolizei – als Lehrer in der Berufsschulausbildung tätig war. Die Wende brachte ungeplante Veränderungen wie die Auflösung der Berufsschule in Wolfen, den Einsatz an der Berufsschule in Bitterfeld und den vorzeitigen Gang über die Altersteilzeit in den Ruhestand mit 61 Jahren. Christiane Hähnel wurde 1951 in Wolfen geboren. Nach Abschluss der 10. Klasse 1968 nahm sie eine Ausbildung zum Facharbeiter für Stenografie und Schreibmaschine auf, arbeitet nach Beendigung als Schreibkraft und Sekretärin in der Filmfabrik Wolfen. Unmittelbar nach der Wende, ab 1990, begann die Auflösung der Filmfabrik Wolfen – das Ende war abzusehen. Christiane Hähnel fand neuen Aufgabenbereich im Alten- und Pflegeheim „Kursana“. Gesundheitlich nicht in der Lage und fachlich nicht ausgebildet für den unmittelbaren Pflegedienst, übernahm sie Verantwortung an der Rezeption der Einrichtung, später im Hol- und Bringedienst. Seit 1975 sind die Hähnels verheiratet und Christiane Hähnel kennt ihren Mann gar nicht anders, als der Musik verbunden. Die Grundlagen legte das Elternhaus. Der Vater – selbst Hobbymusiker – bestand darauf, dass der Sohn Klavier lernte. Die Mutter sorgte für das Erlernen des Klarinettenspiels. In der Filmfabrik Wolfen lebte Rolf Hähnel innerhalb des Blas-Filmorchesters seine musikalischen Ambitionen aus, gründete mit anderen Musikern ein Trio und spielte zu allen Festlichkeiten, die der sozialistische Alltag bot. Mit der Wende fiel das Interesse von Arbeitgebern an kultureller Betätigung der Arbeitnehmer weg. Dafür gab es nun andere Instrumente, mit leichterer Handhabung, besserem Klang. Mit eigener Zeitungswerbung bot Rolf Hähnel seine musikalischen Dienste an, doch die Buchungen waren spärlich. Die Menschen hatten mit der Wende andere Prämissen gesetzt. Seine Chance eröffnete sich, als das Mehrgenerationshaus Wolfen ehrenamtliche Betreuer für seine Senioren suchte. Durch seine musikalischen Veranstaltungen innerhalb dieser Aufgabe, erhielt er auch wieder Aufträge für private Feierlichkeiten, wie runde Geburtstage, Goldene Hochzeiten u.s.w.. Gerne hat er den alten Menschen unendgeldlich Freude bereitet, ihnen manchen Kaffeenachmittag versüßt, mit seinen instrumentalen Auftritten und denen innerhalb des gemischten Chors Wolfen-Sandersdorf. Obwohl die Eheleute Hähnel in der Wolfener Gegend den größten Teil ihres Lebens verbracht haben, werden sie in nächster Zeit nach Lauterstein zu Tochter Kerstin (geb. 1981, Ärztin) und der Enkeltochter Jana ziehen. Die junge Familie hat ein Haus mit entsprechender Einliegerwohnung. Dieser Schritt fällt aber trotzdem schwer, weil eine starke Verwurzelung mit der jetzigen Heimatregion vorhanden ist.
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