MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Margot und Eberhard Bechert
„Bis du gesund, ergibt sich alles andere von allein.“
Verkaufsstellenleiterin i. R.
Weber und Heizer i. R.
08468 Reichenbach
Seit 1962 verheiratet, führen Margot und Eberhard Bechert seit über fünf Jahrzehnten eine glückliche und harmonische Ehe. Diese wunderbare Beziehung basiert auf gegenseitiger Hilfe und Unterstützung. Einer kann sich auf den anderen verlassen und gemeinsame Unternehmungen stärken ihren Bund bis zum heutigen Tag.
Margot Bechert wurde am 09.09.1938 in Plauen geboren. Nach Schulende 1952 wäre sie gern ins Bankwesen eingestiegen, konnte jedoch keine Lehrstelle finden. Anstatt dessen ließ sie sich bei der Handelsorganisation zur Fachverkäuferin ausbilden und arbeitete 10 Jahre in Plauen.
Nach Umzug 1964 kam sie gleicher Tätigkeit innerhalb der Früh- und Spätverkaufsstelle in Reichenbach nach, stieg nach zwei Jahren zur Verkaufsstellenleiterin auf und blieb es bis zur Auflösung der HO 1991. Sich selbst als etwas übertrieben gewissenhaft bezeichnend, kam ihr diese Charaktereigenschaft auf allen Ebenen zugute. Und nichts beschreibt den Umgang mit anderen Menschen besser, als ein Spruch, den sie von Vater Fritz übernahm: „Es soll jeder nach seiner eigenen Fasson selig werden.“ Dies bedeutet nichts anderes, als jeden Menschen mit seinen Vorzügen und Nachteilen zu akzeptieren, was Margot Bechert auch im Umgang mit ihrer Kundschaft meisterlich verstanden hat.
Geboren am 19.03.1935 in Reichenbach, wuchs Eberhard Bechert als Ältester von drei Geschwistern in Netzschkau auf. Nach seinem Schulbesuch begann er beim VEB Vogtlandstoffe und arbeitete sich schnell in die Aufgaben des Webers ein.
Vier Jahre später lag seine Weiterbildung zum Heizer hinter ihm. In gleichem Betrieb arbeitete er somit ab 1953 als Heizer und war in dieser Funktion vordergründig in Netzschkau und Mylau, doch ebenso im Stammwerk in Reichenbach eingesetzt. Sein Beruf war kräftezehrend und er ist dankbar, dass ihm die nötige Kraft reichlich mit auf den Weg gegeben war und bis zum Renteneintritt 1995 nicht nachließ.
Die schöne Genossenschaftswohnung in der Parkstraße, in der Becherts noch heute leben, haben sie übrigens dem VEB Vogtlandstoffe zu verdanken. Wie der Name schon sagt, ist der Stadtpark nicht weit, und diesen nutzt Eberhard Bechert gern für kleine Spaziergänge..
Größtes Hobby allerdings war sein Garten, welchen er 29-jährig übernahm und erst mit 70 Jahren aufgab. Mit Inbrunst züchtete er Blumen aus Samen und tut dies noch immer für das Gartenstückchen am Wohnhaus. Lieblingsblume sollte jedoch immer die Canna mit ihren prächtigen Blüten bleiben.
Zweimal jährlich begeben sich die Eheleute auf Reisen und hoffen, noch lange reisen zu können. Margot und Eberhard Bechert ergänzen dazu: „Bist du gesund, ergibt sich alles andere von allein.“ So auch das Reisen.