MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Bärbel Baumann

Stolz auf ihre Kinder und Enkelkinder

Bärbel Baumann

Chemiefacharbeiterin
Ingenieur-Chemikerin
Ingenieur für Arbeitsschutz und Sicherheit
12555 Berlin

Bärbel Baumann, wurde 1936 in Wolfen, Kreis Bitterfeld, geboren. Durch Ihren Vater, dienstverpflichtet nach Oberschlesien, verbrachte sie viele Jahre ihrer Kindheit in Heydebreck bei Katowitz und besuchte die Volksschule bis Kriegende. Von hier vertrieben und wieder zurück nach Wolfen, hat sie 1950 die Grundschule beendet und trotz allem eine schöne Kindheit erlebt. Wie Ihre Eltern, beide in der Filmfabrik Agfa, später VEB Filmfabrik ORWO Wolfen, tätig, hat sie eine Lehre als Chemiefacharbeiterin im gleichen Unternehmen abgeschlossen. 1953 begann sie ein Studium als Ingenieur-Chemiker an der Fachschule für Chemie in Köthen und hat es erfolgreich absolviert. Auf Empfehlung nahm sie 1957 ihre Tätigkeit als Chemie-Ingenieur im VEB Fotochemische Werke Berlin (früher Kodak-Werke) im Labor für Wasseranalysen und Kraftwerkschemie auf. Durch fleißige Arbeit auf weiteren Spezialgebieten, der Rohstoffkontrolle der Chemikalien für die Filmproduktion, der Fehlersuche im Röntgenfilmmaterial einschließlich bakteriologischer Untersuchungen, hat sie sich zur Laborleiterin qualifiziert und zeichnete für 10 Mitarbeiter verantwortlich. Aufgrund ihres Wissens, der Erfahrungen in der Fotochemie sowie der Weiterbildung an der Kammer der Technik der DDR wurde sie 1985 als Betriebsingenieur für Arbeitssicherheit eingesetzt und hat diese Aufgabe mit Umsicht und Engagement bis zu ihrem Vorruhestand 1991 ausgeübt. Danach war sie nebenberuflich im Versicherungsbereich betätigt. Dies war zwar interessant, entsprach letztendlich jedoch nicht ihrer Mentalität. Bärbel Baumann verbrachte eine glückliche Zeit mit ihrem Ehemann Fred, den sie 1958 beim Tennis und anschließend beim Tanzen in der Farbenfabrik Wolfen kennengelernt und 1959 geheiratet hat. Während seiner Krankheit im Alter hat sie ihn lange und intensiv zu Hause gepflegt. Er ist 2008 verstorben. Sie ist stolz auf ihre beiden Kinder Katrin und Petra und die Enkelkinder und darauf, „das aus allen etwas geworden ist“ In ihrer Freizeit spielte sie über 30 Jahre aktiv in der Tennis-Mannschaft. Heute erfreut sie sich an ihrem kleinen Garten am Motzner See und genießt viele schöne Stunden im Kreise ihrer Familie. Für Bärbel Baumann ist es ein besonderes Glück, die Zeit des Krieges, die Flüchtlingswochen aus Oberschlesien gut überlebt und ihren Vater in dieser Zeit wieder getroffen zu haben. Mit bangem Herzen erinnert sie sich an die miterlebte grausame Bombennacht am 13. Februar 1945 in Dresden, wo mehr als 300.000 Menschen den Tod fanden und betet dafür, dass es aufhört mit Kriegen und Flüchtlingen. Ihr Wunsch ist, recht lange gesund zu bleiben und noch eine Reise nach England zu unternehmen.
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