MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Angelika Beck

Den Herausforderungen des Lebens immer gestellt

Angelika Beck

Krankenschwester / Ergotherapeutin
99518 Bad Sulza

Angelika Beck wurde 1958 in Weimar geboren. In ihrer Heimatstadt besuchte sie die Erweiterte Oberschule „Friedrich Schiller“, wollte eigentlich das Abitur ablegen. Der Studienwunsch Medizin wurde jedoch verwehrt, stattdessen sollte sie Lehrerin werden. Das gefiel ihr nicht, deshalb verließ sie die Schule nach der 10.Klasse und nahm eine dreijährige Ausbildung zur Krankenschwester an der Medizinischen Fachschule in Weimar auf. Anschließend arbeitete Angelika Beck am Städtischen Klinikum, absolvierte hier berufsbegleitend eine Weiterbildung zur OP- Schwester und war bis 1982 im OP- Saal tätig. Neben ihrer Arbeit engagierte sie auch gesellschaftlich. Einen Eintritt in die SED lehnte sie nach der Kandidatenzeit aber ab: zu dogmatisch! Später folgte sie jedoch dem Vorschlag eines Medizinkollegen, der CDU beizutreten. Für diese Partei übernahm sie von Herbst 1982 bis Frühjahr 1987 das Amt der Bürgermeisterin in einem Ort im Kreis Weimar. Dafür wurde sie von ihrem Arbeitgeber freigestellt und delegiert. Aus gesundheitlichen und ideellen Gründen gab sie dieses Amt aber auf, trat später sogar aus der CDU aus. Sie arbeitete nun wieder im Gesundheitswesen in ihrem Beruf, jedoch im ambulanten Bereich. Im Herbst 1990 kündigte Angelika Beck und wechselte zum Sozialversicherungsträger AOK. Eine entsprechende Ausbildung – Voraussetzung für den neuen Job – absolvierte sie erfolgreich. 1996 beendete sie das Arbeitsverhältnis aus persönlichen Gründen. Vom Rentenversicherungsträger erhielt sie eine Umschulung zur Gebärdendolmetscherin und fand im Anschluss eine Anstellung beim Deutschen Schwerhörigenbund, Landesverband Thüringen. Zunächst mit sozialer Arbeit beschäftigt, konzipierte und gründete sie eine mobile Beratungsstelle für Hörgeschädigte in Thüringen. Inzwischen hatte sie ein Studium Sozialpädagogik / Sozialarbeit an der FH Merseburg begonnen. Das musste sie auf Forderung des Arbeitsamtes abbrechen, da sie wegen Problemen mit der Förderung der Personalkosten das Projekt verlassen musste. Nach intensiven eigenen Bemühungen wurde ihr stattdessen eine dreijährige Ausbildung zur Ergotherapeutin gefördert. Im Anschluss daran war sie zunächst kurzzeitig arbeitslos und fand 2003 ihren beruflichen Einstieg am HELIOS- Klinikum Erfurt im Zentrum für Geriatrie: „Die Arbeit mit den älteren Menschen dort macht mir viel Spaß und ich kann meine ganzen Erfahrungen mit einbringen.“ Ihre Kommunikationsfreudigkeit, eine persönliche Stärke, kommt da gelegen. Ausgleich zum beruflichen Alltag findet sie in der Natur, beim kreativen Gestalten sowie Lesen und Musik. Besonders stolz ist sie auf ihre beiden Kinder Benedikt (1987) und Magdalena (1989), die inzwischen erfolgreich auf eigenen Beinen stehen.
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