MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Horst und Heidemarie Hoßfeld
Im langen Berufsleben immer wieder viel Neuland betreten
Diplomingenieur für Maschinenbau
99334 Amt Wachsenburg OT Haarhausen
Technik und Maschinenbau waren schon in jungen Jahren sein Ding. Deshalb ist Horst Hoßfeld aus Haarhausen, Ortsteil im Amt Wachsenburg in Thüringen, wohl auch Diplomingenieur für Maschinenbau geworden. Der heutige Rentner ist seit 1969 verheiratet mit Heidemarie (Studium in Leipzig, Maschineningenieurin), die er schon seit seiner EOS-Zeit kennt. Das Ehepaar hat eine Tochter (Iris, geboren 1969, wohnt in Arnstadt und arbeitet in einer Berufsgenossenschaft) und einen Enkelsohn (Student, spielt aktiv Fußball). Geboren 1948 in Haarhausen, ist Horst Hoßfeld in Holzhausen zur Schule gegangen. Die Erweiterte Oberschule (EOS) besuchte er von 1962-1966 in Arnstadt. Neben dem Abitur machte der Thüringer während dieser Zeit seine Berufsausbildung zum Maschinenbauer. Wunschgemäß studierte er von 1966-1971 Maschinenbau in Karl-Marx-Stadt und schloss als Diplomingenieur Fertigungstechnik und Prozessgestaltung ab. Während seines Studiums hatte sich Horst Hoßfeld bereits beim Chemieanlagenbau in Rudisleben beworben. Mit dem Diplom in der Tasche konnte er dort sofort anfangen und landete in der Arbeitsvorbereitung – zuerst als Mitarbeiter, dann als Gruppen- und schließlich Abteilungsleiter. Als Haupttechnologe erlebte Horst Hoßfeld schließlich die Wende in seinem Betrieb. Als das Unternehmen von westdeutscher Hand übernommen wurde, setzte man ihn als Fertigungsleiter für ein Jahr ein. Über 700 Mitarbeitern im Zuge einer Umstrukturierung kündigen zu müssen, setzte ihm zu. „Es war für mich die Hölle“, sagt Horst Hoßfeld heute rückblickend. Er wollte nur noch weg. Ein neuer Vertriebszweig für Apparate- und Kesselbau wurde aufgebaut, wo Horst Hoßfeld bis 1996 als Einzelkämpfer Angebote bearbeitete. Weil der Betrieb noch immer zu groß war, erfolgte eine Splittung. Horst Hoßfeld war im Apparatebau Fertigungsleiter – bis zur Insolvenz 2001. Übers Arbeitsamt bekam er ein Jahr Ausbildung im Bereich Marketing und Controling in Erfurt angeboten. Als ein früherer Kollege im September 2002 eine Firma (Ingenieurbüro) gründete, stieg er als Konstrukteur mit ein. Zuvor hatte er übers Arbeitsamt dazu einen Vorbereitungslehrgang absolviert. Horst Hoßfeld hat viel Neuland betreten müssen, dabei nicht nur viel dazugelernt, sondern auch Freundschaften geknüpft. Mit 65 ging er in Rente, half auch noch darüber hinaus auf Honorarbasis aus. Diese schöne Zeit möchte er nicht missen. In seinem Dorf hat er als Ausgleich viele Jahre den Faschingsclub geleitet. Auch eine Gesangsgruppe rief er ins Leben. Zudem hat sich Horst Hoßfeld bereits in den 1980er Jahren als Gemeindevertreter ins dörfliche Leben eingebracht. Er will gesund bleiben, noch viel reisen und Zeit mit der Familie verbringen. Haus und Gartenarbeit zählt er dazu.