MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Vera Hoßbach
Gespannt auf die Zukunft
Examinierte Kinderpflegerin i. R.
Heinrich-Mann-Ring 44
07973 Greiz
Fon: 03661 / 41311
Die eigene Mutter wurde zum großen Vorbild. Sie verfügte über Qualitäten, selbst aus schwierigsten Situationen als Stehaufmännchen hervorzugehen. Auch Vera Hoßbach, geboren am 17.05.1928 in Greiz/OT Schönfeld, gilt als unverbesserliche Optimistin, welche bei ungünstigen Konstellationen stets ihr Motto zur Hand hat und dieses lautet: „Augen zu und durch!“.
Nach achtjähriger Schulzeit besuchte sie eine Haushaltsschule und ließ sich an der Kinderpflegeschule zur examinierten Kinderpflegerin ausbilden.
Das Jahr 1945 verging auf einem Rittergut bei einem Bauern. Danach arbeitete sie in ihrem Beruf, bis ihr 1947 die Stimme versagte. Erfüllung fand sie im Kinderkurheim Bad Salzungen, an welchem sie gern auch weiterhin tätig geblieben wäre. Doch ihre Eltern erkrankten und Vera Hoßbach kehrte 1949 nach Greiz zurück.
Sie kümmerte sich um die Senioren und arbeitete in Kindergarten und Hort. Nach wie vor hatte sie enorme Freude an ihrem Beruf, doch die nervliche Belastung wurde zu groß.
Sie Begann im Labor des Chemiewerkes Dölau und erreichte 1988 das Rentenalter. Zu dieser Zeit schon allein lebend, blieb sie noch eine Weile im Labor und begab sich erst am 30.10. 1990 ins Rentnerdasein.
1952 heiratete sie Ehemann Fritz. Der gelernte Drogist arbeitete später als Meister in der Chemie. An Krebs erkrankt, verließ er seine Frau 1980 im Alter von nur 54 Jahren.
Vier Jahre nach der Hochzeit wurde Sohn Rainer geboren. Der diplomierte Ingenieur studierte einst in Moskau, wo er auch seine Ehefrau Jelena – Dipl.-Biologin – kennen lernte und sie mit nach Deutschland brachte. Enkel André geht als Konstrukteur seinen Weg und Vera Hoßbachs Freude verkörpert sich natürlich auch in ihren Urenkelinnen Paulina und Florentine.
Das Reisen mochte sie schon immer, verliebte sich nach der Wende ganz besonders in Südtirol und pflegte mit Inbrunst einen wunderschönen Garten, der ihr stets als perfekter Ausgleich zum Berufsleben diente.
2012 erhielt Vera Hoßbach einen Herzschrittmacher, muss sich etwas mehr schonen, studiert anstatt früherer Hobbys regelmäßig die Zeitung und hält ihren Geist beim Rätselraten auf Trapp.
Ebenfalls sang sie über drei Jahrzehnte im Frauenchor, bevorzugte Volkslieder und auch beim Einstudieren von Schuberts „Forelle“ kam ihre schöne Stimme zum Tragen.
Heute ersetzt ein Balkon ihren Garten und ansonsten ist Vera Hoßbach unglaublich gespannt auf weitere Ereignisse, welche die Zukunft ihr schenkt.