MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Pfarrer Wolfgang Hubert

„Wer die Wahrheit sucht, sucht Gott, ob es ihm klar ist, oder nicht.“ Edith Stein

Wolfgang Hubert

Ernst-Toller-Str. 13
06766 Bitterfeld-Wolfen
Fon: 03494 / 3889062

Als Sohn eines Eisenbahners und einer Krankenschwester 1965 in Wittenburg (MVP) geboren, erfuhr Wolfgang Hubert im Elternhaus eine gewisse Prägung, die auch bei ihm zum Berufswunsch Krankenpfleger führte. Er beendete 1981 die 10. Klasse und bewarb sich im Anschluss (auf der Suche nach einem katholischen Krankenhaus) im Elisabeth-Krankenhaus Halle um eine Lehrstelle. Inklusive des ersten Jahres Praktikum, währte die kirchliche Ausbildung vier Jahre, endete 1985. Drei Jahre arbeitet er im Anschluss als junge Fachkraft. Sehr am Leben der Mönche interessiert, entschloss sich Wolfgang Hubert 1988 dem Benediktinerkloster Huysburg einzutreten. Mönch wird man nicht von einem Tag zum anderen, es braucht ein Hineinwachsen in diese Lebensform und die konkrete Gemeinschaft. Es braucht die eigene Vergewisserung und die Bestätigung durch andere Erfahrene. Als Novize lebt man den Tagesplan der Gemeinschaft zum großen Teil mit, macht sich mit dem Mönchtum und der Theologie vertraut, erhält Unterricht von anderen Brüdern, widmet sich dem Gebet und religiöser Lektüre. Es ist die Zeit, zu entscheiden, ob ein Leben in der Bruderschaft zukunftsfähig ist. Wolfgang Hubert traf diese Entscheidung und lebte 17 Jahre im Kloster. Die Zeit der politischen Wende in der DDR erlebte er als Novize. Froh über die grundsätzlich andere Erfahrung von Freiheit und die Öffnung zum Westen, interessiert an der weiteren Entwicklung, war er in dieser Zeit jedoch mehr mit seinem Weg zu Gott beschäftigt. Körperliche Arbeit in Haus und Garten ergänzte die Gebets- und Studienzeiten ebenso wie der Einsatz in der Seelsorge. Wolfgang Hubert absolvierte ein Fernstudium der Theologie in Anbindung an das Priesterseminar in Münster, verbrachte zwei Semester in Salzburg, wurde in Trier zum Diakon und 1999 in Magdeburg zum Priester geweiht. Ende 2005 trat Wolfgang Hubert in Frieden aus der Gemeinschaft aus. Er arbeitete weiter im Bistum Magdeburg, wurde als Seelsorger in Köthen und Osterburg und ab 2010 als Pfarrer in Wolfen und Zörbig eingesetzt. Das Gemeindezentrum Wolfen-Nord wurde erst 1999 errichtet und ist mit Zörbig für ca. 2000 katholische Christen religiöse Heimat. Kinder- und Jugendarbeit hat eine besondere Aufmerksamkeit des kleinen Pfarrerteams, dem er als Pfarrer vorsteht. So gibt es wöchentliche Treffs, Religionsunterricht in Schulen, Kinderwochen oder Schülertage. Ein besonderes Anliegen dabei ist die Vermittlung des sozialen Denkens auf der christlichen Grundlage. Das steht oftmals im Gegensatz zu einer Entwicklung bei der Egozentrik und Narzissmus zur Normalität werden – eine Entwicklung, die Wolfgang Hubert mit Sorge beobachtet. Er findet mit seinen Anliegen Bestätigung durch große Vorbilder wie etwa Dietrich Bonhoeffer. Eine Aussage von ihm heißt: „Ich glaube, dass Gott aus allem, auch dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will.“ Wolfgang Huberts Wunsch ist es, immer wieder Menschen zu erreichen, die offen sind, sich über Fragen und den Sinn des Lebens Gedanken zu machen.
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