MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Hannelore Hunold
„Nutze den Tag“
Rentnerin
Helene-Weigel-Platz 7
12681 Berlin
….ist ihre Devise. Sie hat Humor und ist tolerant.
1942 wird Hannelore Hunold in Nordhausen geboren. Jahre später lebt die Familie in Magdeburg. Sie kann sich an den kleinen Hausgarten dort erinnern und an das „Hamstern“. Die Eltern sammelten Bucheckern und es wurde viel eingekocht. Zur Einschulung bekam sie eine Schultüte: „Unten waren Kartoffeln und oben etwas Süßes.“.Als eine der ersten erhält sie die Jugendweihe. Sie ist in der FDJ gewesen und bis zum Fall der Mauer Mitglied der SED.
Nach dem Abitur absolviert sie in Leipzig das Lehrerstudium für Deutsch und Englisch und kommt, wieder in Magdeburg, an eine Schule mit erweitertem Russisch-Unterricht Ab der 7. Klasse lernen die Schüler bei ihr Englisch als 2. Fremdsprache. Neben dem Unterricht ist Hannelore Hunold stellvertretende Direktorin für außerunterrichtliche Tätigkeit.
1985 folgt sie ihrem Ehemann nach Berlin und ist hier an einer Sportschule (Wasserfahrschule) tätig. Ab 1987/1988 unterrichtet sie in Berlin - Weißensee an der Kinder- und Jugend-Sportschule „Werner Seelenbinder“ wieder Englisch. Sie begleitet die Schüler bis zum Abitur (damals 13. Klasse)
Mit dem Mauerfall muss sie ihre Berechtigung als Lehrer nachweisen. Als Lehrer für Deutsch und Englisch darf sie weiter unterrichten. Hannelore Hunold war in Magdeburg als Fachberater tätig, bevor sie nach Berlin kam. Sie ist stolz, „39 Jahre gern Lehrerin gewesen zu sein.“ In der DDR ist sie zum Oberlehrer ernannt worden.
Über das Fernsehen erfährt sie von der Wende.. Ihr erster Einkauf im Westteil der Stadt ist ein Kassettenrekorder für den Unterricht. Später erwirbt sie auch die Fahrerlaubnis. Jahre nach der Wende erlernt sie autodidaktisch den Umgang mit dem PC. Regelmäßig geht sie zum Stammtisch. Mit einem Berliner, der in Kanada lebt, macht sie ihre Reisen. Sie liest viel, vornehmlich Belletristik, aber auch Sachbücher, Biografien. Sie besucht kulturelle Veranstaltungen, wandert. Glück bedeutet für die 72 Jährige: „Jeden Tag erleben zu können mit den Dingen, die ich mir vornehme und Gesundheit für die Familie.“ Die Familie (5 Kinder, 7 Enkel) der Ehemann ist inzwischen verstorben) ist ihr wichtig. Feiertage und Feste verbringt sie mit der Familie in Magdeburg. Im grünen Marzahn fühlt sie sich heimisch. Sie wünscht sich: „Noch einmal nach Südafrika reisen, Gesundheit bis ins späte Alter und keinem zur Last fallen.“