MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Ulrich Huf
Herausforderungen sind Meilensteine auf dem Erfolgsweg
Willi-Sänger-Str. 48 14770 Brandenburg
Schon als Kind sportlich aktiv, fand der 1954 geborene Ulrich Huf bereits mit 15 Jahren seine Königsdisziplin und trainierte in der Sektion Boxen bei Stahl Brandenburg. Seine Trainings- und Wettkampfergebnisse ließen sich sehen und so folgte 1973 eine Delegierung an den Sportclub Dynamo Berlin, wo er nicht nur selbst trainierte, sondern nebenher bereits eine Trainerausbildung begann, die er 1976 beendete. Zehn Jahre boxte er aktiv (Feder- und Leichtgewicht), war bei allen größeren Wettkämpfen der DDR und im sozialistischen Ausland präsent, nahm an einer Europameisterschaft teil. Dann wurde bei ihm Diabetes diagnostiziert und er lernte nun sehr schnell kennen, was es bedeutete, nicht mehr für sportliche Vorzeigeleistungen nützlich zu sein. Niemand interessierte mehr, wie er sein Leben fortan gestalten würde. Keinen, was aus ihm wird, wenn er – aus dem Internat verstoßen, von den Sportfreunden getrennt – sich sozial und beruflich neu orientieren musste. Er entschied sich nach Brandenburg zurückzukehren, erlangte hier den Abschluss eines Maschinenbaumeisters (Fernstudium) legte damit die Grundlage für sein neues Leben. Vom Boxen konnte er nicht lassen und erreichte trickreich in Liga und Oberliga noch einige Jahre weiterzuboxen. Als Maschinenbaumeister verdiente er seine Brötchen, als Trainer für Erwachsenen und den Nachwuchs bei Stahl Brandenburg lebte er seine sportlichen Ambitionen aus. Berufliche Veränderungen sahen ihn als Technischen Leiter des Rates der Stadt und nach der Wende als Mitarbeiter des Ordnungsamts, verantwortlich für Gewerbeangelegenheiten, bis er sich auf das Amt GLM (Gebäude-Liegenschafts-Management) bewarb und nun seit ca. neun Jahren für Sporthallen verantwortlich zeichnet. Dem Sport blieb er in all den Jahren treu, wenngleich er sein Spektrum erweiterte. Bereits vor der Wende fing er eine Karate-Ausbildung an (heute 2. DAN), ist heute darüber hinaus mit Kickboxen und Jiu Jitsu aktiv. Sein Wissen und seine Fähigkeiten gibt er weiter im Rahmen des Progamms „Fit boxen“ seines Vereins SG Stahl Brandenburg. Hier befähigt er drangsalierte Frauen zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Aber er gibt auch Selbsthilfe für ehemalige Sportler, die durch Krankheit / Unfall in der Entwicklung beeinträchtigt wurden und wieder zu sich selbst zurückfinden möchten. Wer, wenn nicht er kann hier überzeugend Hilfe leisten, hat er doch selbst eine Krebserkrankung besiegt und steht heute wieder sportlich auf festen Beinen. Seinen Spruch: „Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren“, lebt er. Und so sieht er seine Zukunft optimistisch. Nach zwei gescheiterten Ehen möchte er eine neue Partnerschaft begründen und weiter für seinen beiden Söhnen und seinem Enkel Freund und Wegbegleiter sein.