MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Annika Hupfer
Komplimente und selbstgemachte Marmelade
Friseurmeisterin
Friseursalon Paul-Scharf-St. 28 079552 Pausa Fon: 037432 / 500 08
Bei jedem Kampf ist sie dabei, ob er zu Hause stattfindet oder auswärts. Dass sich Annika Hupfer für den Ringkampf begeistert, kommt nicht von ungefähr. Lebt sie doch in einer Stadt, in der es seit 100 Jahren den Kraftsportverein Pausa, einen traditionellen Ringerverein, gibt.
Annika Hupfer stammt aus Plauen. Dort geht sie auch zur Schule. Kosmetikerin möchte sie werden. Weil das zu dieser Zeit kein anerkannter Beruf ist, entscheidet sie sich für eine Ausbildung zur Friseurin. Schon als Kind habe sie alle frisiert, die ihr geduldig Modell saßen, erinnert sich Annika Hupfer. Schnell merkt sie, dass sie den richtigen Beruf gewählt hat, zumal auch ein Teil Kosmetik dazu gehört. Nach der Geburt ihres Sohnes Carlos nutzt sie die zweijährige Erziehungszeit für den Meisterbrief. Alle vier Teile der Ausbildung schafft sie in einem dreiviertel Jahr. "Die Meisterschule war eine schöne Zeit. Ich habe viel gelernt und interessante Menschen kennen gelernt", sagt Annika Hupfer. Ihre Tochter Lucia kommt später so "geplant" zur Welt, dass die junge Mutter nicht noch einmal ihren Beruf unterbrechen muss. Weil sie nicht mehr als Angestellte beschäftigt sein möchte, eröffnet sie in ihrem Haus einen eigenen Salon. Der sei richtig losgegangen, so Annika Hupfer. .Sie hätte nie gedacht, dass Pausa in dieser Richtung so viel Potential biete. Schnell hat sich die junge Friseurmeisterin einen Kundenstamm aufgebaut, und das, obwohl ihr Salon nicht sehr verkehrsgünstig gelegen ist. Ihre Kunden sind Junge wie Alte, Kinder wie Rentner. Außerdem macht sie viele Hausbesuche. Einen pünktlichen Feierabend hat sie oft nicht. Ihr Mann kümmert sich dann um die Kinder. Sie sei in ihre Aufgaben gut reingewachsen und in der kleinen Stadt anerkannt. Und sie habe eine liebe Kundschaft, meint Annika Hupfer. Selbstgemachte Marmelade oder andere kleine Aufmerksamkeiten erzählen von dieser gewachsenen gegenseitiger Wertschätzung.
.Nach der Trennung von ihrem Mann verlegt Annika Hupfer ihr Geschäft ins Stadtzentrum. Über den Parkplatz in der Nähe ist sie sehr froh. Die 30jährige arbeitet allein. Und das sechs Tage in der Woche. Ihre Freizeit ist knapp bemessen. Für das Ballett im Pausaer Faschingsverein reicht sie nicht mehr. Annika Hupfer liebt die Natur. Musestunden verbringt sie mit den Kindern und guten Freunden.
Sie habe einen starken Willen, sagt Annika Hupfer von sich. Und „Carpe diem“, nutze den Tag“ sei ihr aus dem Herzen gesprochen. Und irgendwann werde sie einen schönen Urlaub auf den Malediven verleben…