MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dr. Maria-Luise und Klaus-Dieter Hubert

Zu Hobbys gewordene Berufe

Maria-Luise und Klaus-Dieter Hubert

Sebastian-Bach-Str. 25 18069 Rostock

Maria-Luise, 1938 geboren, war als Tochter eines Katecheten und einer Germanistin kein Arbeiterkind und somit fiel der Wunsch, nach der Schule Biologie zu studieren für Sie ins Wasser. Sie lernte also 1957-1959 an der Fachschule für Landwirtschaft in Eisenach, wurde als technische Assistentin ausgebildet. Ihren Wunsch verlor sie jedoch nicht aus den Augen. Angezogen von der See, trat sie ihre erste Arbeitsstelle am Institut für Ostseefischerei an, bewarb sich erneut und erfolgreich um einen Studienplatz, studierte fünf Jahre Biologie an der Universität Rostock mit dem Abschluss Diplom-Biologin. Vier Jahre Aspirantur folgten, Dr. rer. nat. Maria Luise hatte Ihren Kindheitstraum Biologin zu werden realisiert. Sie arbeitete im Beruf, unterbrochen von den Geburten der Kinder Uta-Regine und Vera Elisabeth und einer Baby-Pause nach dem zweiten Kind. Als technische Assistentin an der Universität in der Abteilung Bio-Physik leistete sie kontinuierlich gute Arbeit, ab Ende der 80er Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Sie sah Professoren kommen und gehen, blieb selbst vor und auch nach der Wende, geschätzt als kompetente Mitarbeiterin, im Amt bis zum 65. Lebensjahr und damit dem Erreichen der Altersrente. Klaus Dieter Hubert wurde 1942 im heutigen Rußland geboren, bevor er mit seinen Eltern in Sachsen neue Heimat fand. 1958 schloss er die 10. Klasse ab, folgte seinem Traum Schiffbauer zu werden, schloss seine Lehre auf der Werft als Stahlschiffbauer ab. Er wollte sich weiterentwickeln, legte eine Sonderreifprüfung ab, bewarb sich zum Studium und schloss dieses 1965 als Ökonom an der Universität in Rostock ab. Er blieb als wissenschaftlicher Assistent an dieser Einrichtung bis 1969. Eine begonnene Dissertation durfte er nicht zu Ende führen aus politischen Gründen, folgte statt dessen seiner Ambition für Kunst und Kultur, ging als Aufnahmeleiter zum Deutschen Fernsehfunk. Hier war er später für Planung zuständig, bis er 1974 das Angebot erhielt in Rostock beim Staatlichen Kunsthandel als Buchhalter einzusteigen. Das nötige Rüstzeug holte er sich in der Praxisarbeit, wurde 1978 Leiter dieser Galerie. Den allgemeinen Auflösungserscheinungen in der Wendezeit fiel 1990 auch seine Galerie zum Opfer. Es folgten Anstellung in einer Galerie des Senates der Hansestadt Rostock, eine Ausbildung als Kameraassistent, Arbeitspraktikum in diesem Beruf in Nordirland. Ein Jahr Praxisarbeit ohne Filmauftrag führten in die Arbeitslosigkeit, Jobs in der Drogenhilfe, als Weinhändler im Außendienst, Medienpädagoge einer Schule. Heute schauen beide Huberts auf ein arbeitsreiches Leben zurück, dessen berufliche Herausforderungen späte Grundlagen für ihre gemeinsamen Hobbys wurden: Filme schneiden und Gartenarbeit.
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