MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Petra und Dieter Hoppe

„Glück hilft nur manchmal, Arbeit immer.“ (Fernöstliche Weisheit)

Petra und Dieter Hoppe

Hortnerin, Staatlich anerkannte Erzieherin
Landwirt, Ingenieur für Pflanzenproduktion
Bahnhofstr. 66
09648 Mittweida

Petra Hoppe (geb. Schwabe) wurde 1958 als Tochter einer Friseurin und eines Landmaschinenschlossers in Mittweida geboren. Sie berichtet von einer glücklichen Kindheit. Aufgewachsen im Neubaublock, konnte sie mit vielen anderen Kindern spielen . Vorwiegend im unfertigen Stadtbad. – einem zufällig entstandenen „Abenteuerspielplatz“ mit alten Loren, Wasser und leeren Becken. „Wir hatten viel Freizeit und viele Freiheiten“ berichtet sie davon. Auch ihre Berufswahl erfolgte ungezwungen, folgte ihrem eigenen Wunsch. Aus der zeitigen Freude am Umgang mit Kindern und der Organisation und Beschäftigung der jüngeren Kinder im Umfeld wuchs die Idee sich in dieser Richtung zu orientieren. 1964–1974 absolvierte sie die schulische Ausbildung. Danach nahm sie ein vierjähriges Fachschulstudium am Institut für Lehrerbildung in Auerbach auf, schloss als Horterzieherin mit Lehrbefähigung für Musik und Zeichnen ab (diese Fächer durften in der Grundschule dann neben der Erziehertätigkeit unterrichtet werden; in der Realität erfolgte der Einsatz auch in anderen Fächern). Während der Studienzeit lernte die junge Frau ihren Mann beim Tanzen kennen. 1978 wurde geheiratet, im gleichen Jahr Tochter Anja geboren (Krankenschwester). Tochter Silvia (Arzthelferin) vervollständigt die Familie seit 1981. Nach dem Studium durch das Kreisschulamt an eine Grundschule nach Hainichen vermittelt, arbeitete Petra Hoppe hier bis zu Geburt des ersten Kindes und kurze Zeit danach, ließ sie sich dann nach Mittweida versetzen. An der Ernst-Thälmann-Schule und der Erich-Weinert-Schule (nach dreijähriger Kinder-Auszeit und Aushilfstätigkeit als Erzieherin) war sie Horterzieherin und Hortleiterin bis zur Wende. Der privat zu finanzierenden Weiterbildung zum staatlich anerkannten Erzieher unterwarf sie sich dann und konnte im Beruf verbleiben. Mit einer Kollegin (Leiterin) baute sie (Mitarbeiterin) ab 1991 das Freizeitcentrum Mittweida (Träger Stadtverwaltung) auf, übernahm diese Einrichtung 1995 als Leiterin. Bis 2016 wirkte sie hier und berichtet – wie von jeder ihrer Aufgaben zuvor – mit Begeisterung von ihrer Arbeit. Zufrieden mit ihrer Berufswahl sowie mit Freude und positiver Erinnerung an alle ihre Aufgaben erfüllt, genießt sie jetzt den Ruhestand mit Ehemann Dieter. Er, 1953 in eine Landwirte-Familie hineingeboren, erlebte den Wandel von der 20 ha-Einzel- zur kollektiven Wirtschaft. „...Als Ältester musste ich quasi mit 10 Jahren schon Zuarbeiten leisten und der Mutter helfen. Der Vater arbeitete als Traktorist in der LPG Typ I, doch die Viehwirtschaft war noch privat. Es war manchmal schwer, aber auch schön...“ erzählt er. Disziplin, Zuverlässigkeit, Pflichtbewusstsein hat er damals gelernt, wie er sagt. Nach der 8. Klasse durchlief er eine Spezialausbildung mit Abschluss der 9. und 10. Klasse und als Facharbeiter für Landwirtschaft. An der Landwirtschaftsschule Döbeln folgte ein Fachschulstudium (1970–1973) das er als Ingenieur für Pflanzenproduktion beendete. Fünf Jahre blieb er in der Landwirtschaft tätig. Herausforderungen als Kraftfahrer in der Wasserwirtschaft Karl-Marx-Stadt und Mitarbeiter in der Abteilung Verkehr des Rates des Kreises folgten, bevor er für drei Jahre Bürgermeister der Gemeinde Ottendorf wurde. Zurückgekehrt in den Rat des Kreises, koordinierte er Transportgemeinschaften von Betrieben bis er zur Stadtwirtschaft Mittweida wechselte. In der Spinnerei Weißthal konnte er danach seine Vorkenntnisse aus dem Transportwesen für die Organisation des innerbetrieblichen Transportes nutzen (Brigadeleiter) und später als Hausmeister im Schulhort bis nach der Wende aktiv sein. Neue Vorschriften, geänderte Strukturen und die Entlassungswelle führten zu erneuter Veränderung. Kurzfristige Beschäftigungen und Arbeit in Zeitfirmen überbrückten den Weg in ein neues Angestelltenverhältnis: Zehn Jahre konnte er im Sommerlandpark ab der Eröffnung noch tätig sein. „Arbeiten ist arbeiten“ beschreibt Dieter Hoppe den stetigen Wandel in seinem Berufsleben und erzählt wie wichtig dabei der familiäre Zusammenhalt immer war. Gemeinsam alt werden, das Aufwachsen der vier Enkel zu erleben, Garten- und Handarbeit sowie mit dem Wohnmobil unterwegs sein, sind jetzt die Inhalte des täglichen Lebens.
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