MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Heinz Hopfe

Aktiver Oldtimer

Heinz Hopfe

Autoschlosser, Meister der Rinderzucht, Malermeister
Gartenweg 7
04552 Borna OT Wyhra

Nur ein Beruf wäre für Heinz Hopfe zu wenig gewesen, zu viel gab es auszuprobieren, später die Chance der Selbständigkeit zu nutzen. Geboren wurde er 1939 in Leipzig als Ältester von drei Brüdern. Im Februar 1945 trafen die Bomben des 2. Weltkrieges auch das Wohnhaus der Familie am Johannisplatz. Barfuß und im Nachthemd ging der gerade Sechsjährige auf die Suche nach den Seinen. Ab Herbst 1945 besuchte er die Schule, konnte nach Abschluss der 8. Klasse 1953 eine zweijährige Lehre als Autoschlosser beim IFA (Industrieverband Fahrzeugbau) aufnehmen. Dann wurde für den Einsatz in der Landwirtschaft geworben. Heinz Hopfe verschlug es in die Nähe von Boizenburg an der Elbe. Von 1957 bis 1960 verpflichtete er sich zur Deutschen Grenzpolizei. Zurück im Zivilleben begann er beim VEB Kraftverkehr, absolvierte noch eine Malerlehre und machte sich 1962 selbständig. Bald konnte ihm der Meisterbrief des Malerhandwerks ausgehändigt werden. Durch die Familiengründung gab es jedoch bald andere Wege. Seine 1963 geschlossene erste Ehe ging wenig später in die Brüche, 1965 heiratete er Frau Ursula, die aus der Landwirtschaft stammte. Da wechselte er von Leipzig in den kleinen zwischen Kitzscher und Bad Lausick gelegenen Ort Beucha. Frau Ursula widmete sich vorrangig der Kälberaufzucht in der örtlichen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG). Heinz Hopfe stieg ins Geschehen ein, lernte – wenn dann richtig – noch Rinderzüchter und erwarb auch hier den Meisterabschluss. Doch nach einer Zwischenstation als Kundendienstleiter bei der Staatlichen Handelsorganisation (HO) in Borna zog es ihn wieder in die Selbständigkeit. Mitte August 1979 konnte er seinen Malerfachbetrieb eröffnen, der bis 2006 florierte, zuletzt mit fünfzehn Angestellten. Erst als die Zeit für den Ruhestand schon überschritten war, meldete er im Jahr 2006 das Gewerbe ab. Frau Ursula verstarb bereits im Jahr 2010. Die Familie, das Kind aus erster Ehe wurde bei der Scheidung ihm zugesprochen, erweiterte sich um ihr Kind aus einer früheren Beziehung und die beiden gemeinsamen Sprösslinge. Die Enkel- und Urenkelschar umfasst beinahe zwanzig Nachkömmlinge. Als ihr vorhergehendes Anwesen in Beucha dem Braunkohleabbau weichen sollte (der Ort steht heute noch), zogen sie 1989 in das heutige Grundstück in Wyhra. Hier findet Heinz Hopfe Platz und Werkstatt für sein wichtigstes Hobby, die Pflege von Oldtimern. Inzwischen ist er Ehrenmitglied im Oldtimerverein Kohren-Sahlis e. V. „Schaff und erwirb, zahl‘ Steuer und stirb“, hatte er einst als Motto auserkoren. Das Schaffen lag ihm im Blut, die Steuer hat er (leise murrend) gezahlt, das Sterben hat noch Zeit.
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