MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Hans und Renate Hoppe

Viel unterwegs

Hans und Renate Hoppe

Maurer, Berufskraftfahrer
Buchhalterin, Revisorin
Hauptstr. 12
04552 Borna OT Zedtlitz
Fon: 03433 / 852825

Schon der Vater war Kraftfahrer. Hans Hoppe, 1928 in Syhra (zwischen Frohburg und Geithain) geboren, sollte über Umwege den gleichen Weg einschlagen. Als Ältester von drei Kindern der Familie wuchs er auf. Nur fehlte während des Krieges der Vater, der erst 1947 aus Kriegsgefangenschaft heimkehrte. Die örtliche Schule besuchte der junge Hans bis 1943. Dann folgten drei Jahre, in denen er den Beruf eines Maurers erlernte. Beim Meister arbeitete er danach noch bis 1949 als Geselle. 1950, die motorisierten Fahrzeuge zogen ihn an, wechselte er als Traktorist zur Maschinen-Ausleih-Station (MAS) in Frohburg. Es folgte eine Station als Kraftfahrer für die Konsumgenossenschaft in Borna. 1954 konnte er den Schein in den Händen halten, der ihn berechtigte, fortan auch größere Personengruppen zu befördern. Als Busfahrer begann Hans Hoppe bei einem privaten Unternehmer, wurde dann beim VEB Kraftverkehr Borna/ Altenburg angestellt. Anfangs war es der Linienbus mit denen er die Stationen der Umgebung abklapperte, dann wechselte er in den Werksverkehr, freute sich aber, mehr und mehr im Reiseverkehr eingesetzt zu werden, auch wenn dies lange Arbeitszeiten und Abwesenheit von zu Hause bedeutete. Gelegentlich konnte Frau Renate ihn bei den Touren begleiten, zumal vielfach die benachbarte Tschechoslowakei auf dem Plan stand. Nach vielen Jahren hinterm Lenkrad ging es 1991 per Vorruhestandsregelung in die Rentnerjahre. Seine Frau hatte er berufsgemäß nicht beim Tanzen, sondern beim Tanken kennengelernt. Aus der eher zufälligen Begegnung wurde die langjährige Verbindung (Heirat 1954), das Paar hat die diamantene Hochzeit längst hinter sich. 1955 wurde Sohn Matthias geboren, der drei Enkel zur Familie beisteuerte, inzwischen ist das vierte Urenkelkind in Sicht. Frau Renate kam 1933 in Borna zur Welt. Drei Geschwister begleiteten sie durch Kinder- und Jugendjahre. Nach dem Schulabschluss 1948 an der Dinterschule begann sie eine Lehre als Buchhalterin bei einem privaten Steuerbüro. Nach zwei Jahren konnte sie die Prüfung erfolgreich vorzeitig ablegen. Die noch junge Frau startete danach im Braunkohlenwerk Borna ihr Berufsleben im Bereich Planung und Statistik. Als der Sohn geboren wurde, blieb sie sieben Jahre zu Hause, dann fand sie bei der Staatlichen Versicherung neue Aufgaben als Kassiererin im Außendienst. Nun war auch sie viel unterwegs. Nach fünfzehn anstrengenden Jahren auf Achse, wechselte sie in den Innendienst, wurde als Revisorin in den Kreisen Borna und Geithain eingesetzt. Zum selben Zeitpunkt wie ihr Mann konnte sie 1991 in den Vorruhestand gehen. Seitdem genießen beide die ruhigere Phase ihres Lebens in dem 1962 erworbenen Zedtlitzer Haus, in das sie viel Kraft und Arbeit gesteckt haben.
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