MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Werner Holbein

Ein engagierter Christ bis heute

Werner Holbein

Bürgermeister a. D.
99192 Neudietendorf  OT Kornhochheim

Ob im kirchlichen Bereich oder gesellschaftlich – er ist sehr engagiert. Werner Holbein aus Neudietendorf, Ortsteil Kornhochheim, war über zwei Wahlperioden Ortsbürgermeister, arbeitet heute ehrenamtlich im Feuerwehrverein mit und ist passionierter Präsident im Faschingsverein – der dienstälteste in Thüringen übrigens. Glück verbindet der katholisch erzogene Christ mit Zufriedenheit und Stolz auf seine Familie, zu der drei Kinder und vier Enkel gehören. 1950 geboren in Dingelstädt im Eichsfeld, verbrachte er hier seine Kindheit und Jugend bis zur achten Klasse. Geprägt durch sein Elternhaus und durch die Hilfe beim Pfarrer, der gegenüber wohnte, wollte Werner Holbein Theologie studieren. Er zog ins Internat nach Berlin-Schöneiche und lernte bis zum Abitur, das der Staat, die DDR, aber nicht anerkannte. „Trotzdem zog ich vier Jahre durch“, blickt Werner Holbein zurück. In Erfurt studierte er am Priesterseminar fünf Semester. Nach zweieinhalb Jahren machte er dort Schluss, eine Frau kam dazwischen. Werner Holbein, der in seiner Freizeit leidenschaftlich gern Fußball spielte, hatte sie dort kennengelernt und entschied sich für ein Leben mit Frau und Familie. Als Achtklassenabgänger begann er beim Bahnbetriebswerk in Erfurt, zunächst als Hilfsarbeiter, später machte er seinen Facharbeiter zum Elektromonteur. Bis 1980, als seine Ehe zerbrach, arbeitete er bei der Bahn. Danach verdiente Werner Holbein seine Brötchen als Chauffeur von zwei Bischöfen. Er war dabei viele Wochenenden beruflich eingespannt, Familienleben gab es nicht – bis er schließlich seine zweite Frau, Petra, kennenlernte, die bei der Caritas beschäftigt war. Beide sind seit 1984 miteinander verheiratet. 1983 kehrte Werner Holbein in seine Dienststelle beim Bahnbetriebswerk Erfurt als Elektromonteur zurück. Mit 54 Jahren schickte man ihn 2004 in den Ruhestand. Als Parteiloser engagierte er sich für die CDU im Gemeinderat, wurde später Mitglied bei den Christdemokraten und zweimal in Folge ins Bürgermeisteramt Neudietendorf / Kornhochheim gewählt (2004-2014). Seit 1969 ist Werner Holbein aktives Gründungsmitglied des Apfelstädter Carneval Clubs (ACC). 1974 übernahm er die Funktion des Präsidenten, die er bis heute inne hat. Zu DDR-Zeiten wurde sein Club mit dem Titel „Volkskunstkollektiv“ geehrt. Stolz ist Werner Holbein heute, wenn er nahe der Autobahn 4 bei Neudietendorf auf ein etwa sieben Meter hohes Eichenholzkreuz schaut. Es wurde anlässlich des zehnten Jahrestages der deutschen Einheit im Jahr 2000 vom Feuerwehrverein Kornhochheim errichtet und als Kornhochheimer Kummelkreuz mit der Inschrift „Gott schütze unser Land“ mit einer ökumenischen Andacht von Bischof Joachim Wanke eingeweiht. Werner Holbein war als Initiator dabei.
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