MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Wolfgang Hopfe

Nicht alles ist vergänglich

Wolfgang Hopfe

Dipl.-Ing. für Maschinenbau i. R.
Pößnecker Str. 20
99099 Erfurt
Fon: 0361 / 3456929

Um Bedeutendes zu leisten, bedarf es eines starken Willens, gepaart mit konsequenter Zielstrebigkeit. Bei Wolfgang Hopfe, geboren am 25.07.1937 in Erfurt, bündelten sich Intellekt, Gaben und Stärken zu einem homogenen Ganzen, das seinen Aufstieg forcierte. Während dramatischer Kriegs- und Nachkriegszeiten absolvierte er die Schulzeit vorrangig unter Neulehrern mit sehr guten Ergebnissen. Am Industriebetrieb Topf & Söhne beendete er seine Lehre zum Maschinenschlosser aufgrund guter Leistungen vorzeitig und wurde nach 12 Monaten praktischer Tätigkeit zum Studium delegiert. Der junge Maschinenbau-Ingenieur folgte seiner Vermittlung in das Funkwerk Erfurt, fand seinen Einsatz im Sondermaschinenbau und durfte damals schon bedeutende Auszeichnungen entgegen nehmen. Als die Mikroelektronik Einzug hielt, beauftragte man ihn mit der Entwicklung und dem Bau einer „Pilotzelle“, dem ersten Reinraum für extreme Reinheitsbedigungen in der DDR, wofür er mit seinem Team 1969 das „Banner der Arbeit“ erster Klasse verliehen bekam. Die Zelle war bis 1990 als Fertigungsstätte in Betrieb. Ein siebenjähriges Fernstudium für Maschinenbau, Vertiefungsrichtung Technologie, abgeschlossen mit dem Prädikat „Sehr gut“ sollte an der Technischen Universität Dresden folgen. Damals schon Abteilungsleiter, avancierte Wolfgang Hopfe nunmehr zum Bereichsleiter „Investition“ mit berufsübergreifendem Arbeitsspektrum. 1981 wurde ihm die komplexe Aufgabe übertragen, Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten für mikroelektronische Bauelemente auf einem neu zu erschließenden Industriestandort in Erfurt-Südost zu errichten. Gemeinsam mit einem engagierten Spezialistenteam unter seiner Leitung, wurden im Zeitraum 1981–1989 drei große Reinraumkomplexe, einschließlich Versorgungstechnik und Infrastruktur, sowie ein Forschungszentrum „made in GDR“ geplant, errichtet und in Betrieb genommen, die dem internationalen technischen Stand entsprachen. 1985 wurde er dafür erneut mit dem „Banner der Arbeit“ erster Klasse ausgezeichnet. Nach der deutschen Vereinigung war Wolfgang Hopfe weit vom Karriereende entfernt. Langjährige Kontakte zu Koryphäen seines Faches weltweit, hätten es ihm sogar ermöglicht, in Amerika Arbeit zu finden. Er entschied sich jedoch für ein Kooperationsprojekt mit Frankreich, welches am Fehlverhalten der Treuhandanstalt scheiterte. Er begann als freischaffender Immobilienberater bei der Hypobank, wurde zwei Jahre später fest eingestellt und blieb es auch nach Fusion mit der Vereinsbank. Nur Mikroelektronik gehörte nun der Geschichte an. Für Großauftraggeber entwickelte er Marktanalysen und plante Umwidmungen von Gewerbe- in Wohnstandorte. Für die neue ICE-Trasse Erfurt–München sichere er die Baufreiheit. Über 600 Grundstücksverhandlungen wurden dafür erfolgreich abgeschlossen. Erst mit 67 Jahren begab er sich in den wohlverdienten Ruhestand. Ehefrau Jutta, ebenfalls Akademikerin, heiratete er 1967 und arbeitete auch beruflich eng mit ihr zusammen. Trotz Erreichen der hohen Stufe seiner Karriereleiter findet er sein Glück mit Frau, den Söhnen Thomas und Torsten sowie vier Enkeln ausschließlich in der Familie. Oft betont Wolfgang Hopfe, dass alles vergänglich ist. Doch der entstandene bedeutende nationale Hochtechnologie-Standort, der sich ständig weiterentwickelt ist eine Leistung von Bestand für weitere Generationen.
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