MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Diplombetriebswirte (FH) Irene und Reiner Hopfer
„Von dem Fischer und seiner Frau“ (Gebrüder Grimm)
Matrose der Hochseefischerei i. R.
Stenophonotypistin / Sekretärin i. R.
08064 Zwickau
Reiner Hopfer wurde 1949 im sächsischen Cavertitz bei Oschatz geboren. Der Vater war Lehrer, die Mutter leitete einen Kindergarten. „Nachdem ich die 10. Klasse in Fürstenwalde beendet hatte, wollte ich zur Handelsflotte gehen. Weil schon zwei Schulabgänger eine Lehre bei der Hochseefischerei in Rostock begonnen hatten, entschied ich mich auch für diesen Beruf, wurde Matrose. Ich wollte raus aus meiner Umgebung und etwas von der Welt sehen. Lange blieb ich aber nicht“, erzählt Reiner Hopfer. „Da junge Leute für die elektronischen Datenverarbeitung (EDV) gesucht wurden, fing ich ein Jahr später in der Abteilung Organisation und Datenverarbeitung eines Betriebes in Fürstenwalde an.“ Nach dem Armeedienst studierte Reiner Hopfer an einer Fachschule Ökonomie, arbeitete im Presswerk in Ottendorf-Okrilla als Programmierer. Bis zur Wende war er im Zwickauer Elektroanlagenbau in der Absatzabteilung beschäftigt. Weil es mit dem Betrieb bergab ging, kündigte Reiner Hopfer, war dann Versicherungsvertreter, verkaufte Haustüren, kümmerte sich um die Beseitigung von Wasserschäden, wurde arbeitslos. „Wegen des Hausbaus brauchte ich dringend Geld. Bei Stuttgart fand ich innerhalb einer Woche eine Beschäftigung als Kraftfahrer. Acht Jahre blieb ich dort, ging dann in den Vorruhestand“, berichtet Reiner Hopfer, der inzwischen in Zwickau wohnt. Jetzt fährt er montags Arbeitnehmer zu entlegenen Arbeitsorten und holt sie freitags ab.
Ehefrau Irene kam 1951 in Zwickau zur Welt. Der Vater arbeitete in einer Gießerei, die Mutter war Hausfrau. Nach der 10. Klasse lernte Irene Hopfer Stenophonotypistin, war Sekretärin im Trabantwerk. Beim Ökonomiestudium lernte sie ihren späteren Ehemann kennen. Danach fing sie im Elektromotorenwerk Thum an und wurde zum Glück mit Verena schwanger. „Früh um vier aufzustehen, fiel mir sehr schwer. Dann arbeitete ich im Einkauf eines Zwickauer Bekleidungsbetriebes, im Chemiehandel und als Sekretärin am Gericht. Weil mir die Arbeit dort zu eintönig war, wurde ich 1988 Chefsekretärin in einer Gebäudewirtschaft. 22 Jahre danach ging ich in den Vorruhestand“, sagt Irene Hopfer. Um etwas Geld zu verdienen und Kontakt mit Leuten zu haben, vertreibt sie nun kosmetische und gesundheitsfördernde Produkte. Eine Reise um die ganze Welt zu unternehmen, ist der größte Wunsch von Irene und Reiner Hopfer. Vielleicht sogar auf einem Schiff…