MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Siegfried und Annelorer Hofmann

Im Lehrerberuf Erfüllung gefunden

Siegfried und Annelorer Hofmann

Oberlehrer
Lehrerin
Am Tor 16
09212 Limbach-Oberfrohna

In Kändler (heute Ortsteil von Limbach-Oberfrohna) kam Siegfried Hofmann 1932 zur Welt. Bald griffen Krieg und Nachkriegszeiten in das Leben der Familie ein, zwei Tanten in Chemnitz musste geholfen werden, denn sie waren vom Bombardement direkt betroffen. Dann, als die sowjetische Armee eintraf, wurde der Stiefvater als ehemaliger Blockleiter denunziert und nach Bautzen gebracht, von wo er nicht wiederkam. So begann Siegfried Hofmann noch sehr jung in der Nadelfabrik zu arbeiten, um die kranke Mutter und die beiden Geschwister zu ernähren. Als in jenen Jahren Lehrer gesucht wurden, ließ er sich überzeugen, begann ein Fernstudium in Bischofswerda, welches er als Unterstufenlehrer und Pionierleiter (verantwortlich für die Freizeitgestaltung im Rahmen der Schule) abschloss. Beim Abschlussexamen lernten er und seine spätere Frau Annelore sich kennen (Heirat 1956). Sie kam 1934 im Lausitzer Kohlerevier zur Welt. Ihr Geburtsort Laubusch fiel dem Tagebau zum Opfer, wurde später an anderer Stelle neu gegründet. Da die Mutter früh verstarb, der Vater im Krieg war, aus dem er krank zurückkehren sollte, waren sie und ihr kleiner Bruder bei Tanten und der Oma untergebracht. Resolut entschloss sie sich, nach dem obligatorischen Besuch der Volksschule eine Ausbildung als Betriebsschlosser in der Braunkohlenindustrie aufzunehmen, nach zweieinhalb Jahren mit dem Facharbeiterbrief abgeschlossen. Sie bestand die Aufnahmeprüfung an der Ingenieurschule in Senftenberg, doch wurde sie kurz vorher für den Schuldienst abgeworben. Sie sagte Ja, denn die Arbeit mit Kindern freute sie. In Bluno und Hoyerswerda schon für die nachmittägliche Betreuung der Kinder eingesetzt, absolvierte sie daneben ihr dreijähriges Fernstudium. Mit der Heirat ging es nach Kändler, wo ihr Siegfried schon als Pionierleiter tätig war, sie erst bei seiner Mutter, dann zur Untermiete wohnten, ehe eine eigene Wohnung in Aussicht stand. Später wirkten sie beide an der Gerhart-Hauptmann-Schule in Limbach-Oberfrohna, wo sie anfangs als Hortnerin eingesetzt war, sich dann für den Polytechnischen Unterricht engagierte, entsprechende Weiterbildungen besuchte und in diesem Bereich auch in den Klassen 7–10 unterrichten konnte. Siegfried Hofmann spezialisierte sich auf Mathematik, wurde Oberlehrer und zuletzt stellvertretender Direktor der Pestalozzischule. 1990 wurden sie nicht mehr im gewandelten Schulsystem des neugegründeten Freistaates Sachsen gebraucht, gingen beide in den Vorruhestand. Schon seit zwanzig Jahren finden die monatlichen Treffen mit ehemaligen Kolleginnen statt. Die Familie hatte sich 1956 um Sohn Steffen, 1960 um Sohn Lutz erweitert. Letzterer verstarb bereits 1996. Drei Enkel, vier Urenkel erfreuen Annelore und Siegfried Hofmann.
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