MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Ursula und Hartmut Hoffmann

Seh’n wir uns nicht in dieser Welt, so trifft man sich in Bitterfeld

Ursula und Hartmut Hoffmann

Chemiefacharbeiterin
Ingenieur
Rotdornweg 1
08060 Zwickau
Fon: 0375 / 526204

Bei der Lehrausbildung zum Chemiefacharbeiter (mit integriertem Abiturabschluss) in Bitterfeld haben sie sich kennengelernt, im dortigen Internat 1959 bis 1962 eine Verbindung begonnen, die 1964 zur Eheschließung führte und inzwischen „goldene“ Zeiten erlebt. Als Ursula Harzdorf wurde sie 1943 in Chemnitz geboren, der Vater fiel dem Krieg zum Opfer. Nach zehnjährigem Schulbesuch in Hartmannsdorf wechselte sie zur Lehre nach Bitterfeld. 1963 kehrte sie nach Hartmannsdorf zurück, arbeitete in der Radioproduktion des VEB Goldpfeil. 1964 wurde die Tochter Gabriela geboren, 1966 konnte in Zwickau eine gemeinsame Wohnung bezogen werden. Seitdem wirkte Ursula Hoffmann als Laborantin beim VEB Fettchemie im damaligen Werk Zwickau bzw. bei dessen Nachfolgeunternehmen, ehe sie 2005 in den Rentenbezug wechselte. Hartmut Hoffmann, ebenfalls Jahrgang 1943, kam in Kleinsaubernitz (bei Bautzen) zur Welt, besuchte die Mittelschule im Nachbarort Baruth. Neben der Arbeit faszinierte ihn der Fußball. In der Bitterfelder Zeit spielte er bei der Sportgemeinschaft Chemie, begann dann 1963 als Laborant im Schreibgerätewerk „Markant“ in Bautzen und wurde mit dem Ball bei der Erstligamannschaft von „Motor“ Bautzen aktiv. Noch höher hinauf, in die Oberliga (höchste Spielklasse der DDR) ging es, als er von der BSG Sachsenring Zwickau verpflichtet wurde, verbunden mit einer Wohnung und späteren Qualifizierungschancen im zugehörigen Betrieb. Von 1965 bis 1974 spielte er als Linksaußen an der Seite von seinerzeitigen Fußballgrößen wie Jürgen Croy oder Alois Glaubitz, gewann mit dieser Mannschaft den DDR-Fußballpokal. Daneben konnte er im Abendstudium (Technologie des Maschinenbaus) die Ingenieurschule Breitenbrunn absolvieren (1968–1974). Als seine Fußballkarriere gesundheitsbedingt zu Ende ging, begann er als Technologe in der Autofirma Sachsenring, entwickelte sich zum Gruppenleiter und wechselte nach dem Ende der Trabant-Produktion 1990 zur Volkswagen AG ins Werk Mosel, war bis zum Vorruhestand 2005 als Planer im Karosseriebau tätig. Vierzig Jahre agierte er als Jäger mit eigenem Revier in Mülsen St. Micheln und war von 1992 bis 2002 Vorsitzender des Jagdverbands Zwickau. Heute bringt er gern jungen Leuten den Reichtum des Waldes und den aktiven Naturschutz nahe. In dem seit 48 Jahren genutzten Wochenendgrundstück am Olbasee in der Lausitz konnte und kann das Ehepaar die Ruhe genießen. Zwei Enkel und zwei Urenkelkinder bereicherten die Familie.
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