MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Heidrun und Friedhelm Hofmann

„Maßgebend ist die Familie!“

Heidrun und Friedhelm Hofmann

Agraringenieurin i. R.
Elektroinstallateur i. R.
Im Winkel 5
04668 Grimma OT Schkortitz

Nach arbeitsreichem Leben bleiben dem Paar heute hin und wieder ein paar Mußestunden. Heidrun Hofmann, geboren am 01.09.1947 in Großbothen als Erstes von vier Kindern, nutzt diese bevorzugt für gärtnerisches Gestalten, insbesondere für die Pracht ihrer Blumen. Ehemann Friedhelm, 1949 in Leipnitz geboren, entspannt in Gesellschaft seiner Hasen und bei feierlichen Höhepunkten des Dorfes eröffnen sich oft gesellige Perspektiven. Aufgewachsen auf dem elterlichen, zweitgrößten Gut des Ortes, lernte Heidrun Hofmann beizeiten, was Arbeit bedeutet. Vater galt als reinstes Arbeitstier, verlangte viel von den Kindern und seine Erstgeborene erwarb schnell die Erkenntnis: „Einen Bauern heirate ich nie!“ Beruflich hätte sie gern mit Kindern gearbeitet, doch noch eine Weile blieb sie in dem gefangen, was sie auf keinen Fall wollte. Nach absolvierter Landwirtschaftslehre nahm sie ein Studium auf und beendete es als Agraringenieur. Ihren Arbeitsplatz fand sie im Rechenzentrum für Landwirtschaft Leipzig und endlich war es ihr gelungen, der Feldarbeit zu entsagen. Nach der Hochzeit 1972 erschuf sich das Paar den eigenen Wohnraum auf dem Grundstück ihres Vaters und Heidrun Hofmann wechselte an eine Außenstelle des Rechenzentrums nach Grimma. Für ihre Kinder Sven, Tino und Anja legte sie eine Pause ein, begann anschließend bei der Handelsorganisation und übernahm Leitungsfunktion für den Bereich „Allgemeine Verwaltung“. Nach der deutschen Vereinigung nutzte sie kräftezehrende Weiterbildungen, setzte ihren Weg beim Heizungs- und Sanitärhandel Trebsen fort und war dort knapp 17 Jahre beschäftigt. Danach arbeitete sie in einem Geschäft für Geschenkartikel und half nach dessen Schließung ab und zu als Haushaltshilfe aus. Erst als sie für die Betreuung ihrer Enkel gebraucht wurde, beendete Heidrun Hofmann ihren langen Arbeitsprozess. Friedhelm Hofmann war einer von sechs Brüdern und um alle Burschen satt zu bekommen, hatten die Eltern ein Feld gepachtet und hielten Vieh. Nach der 10. Klasse ließ er sich zum Elektroinstallateur ausbilden, zog nach Armeedienst zu seiner Frau nach Schkortitz und nahm seine Arbeit als Betriebselektriker beim Chemieanlagenbau auf. In der Wendezeit entlassen, fand er seine neue Beschäftigung bis 1998 in einem Rüstzeitheim, arbeitete danach bei verschiedenen Firmen und in letzter Station bis zur Rente als Hausmeister in der Oberschule Grimma. Die größten Herausforderungen des Lebens gehören nun der Vergangenheit an und Heidrun und Friedhelm Hofmann sehen es heute als schönste Aufgabe an, für ihre fünf Enkel da sein zu können und finden dafür, all ihre Lieben eingeschlossen, den wunderbaren prägnanten Satz: „Maßgebend ist die Familie!“
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