MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Walter Hofmann

Stets auf der Suche nach neuen Herausforderungen

Walter Hofmann

Ingenieur für Flugzeugbau
08527 Plauen

Der Ingenieur Walter Hofmann, wächst als viertes von fünf Kindern auf. Der Vater arbeitet als Schlosser in den Frankenberger Motorenwerken (FRAMO), die Kleinfahrzeuge herstellen. Der Sohn beginnt noch im April 1945 eine Lehre bei FRAMO, die zu dieser Zeit längst für die Rüstung arbeiten. Dieser wird nach dem Einmarsch der Roten Armee demontiert und samt seinen Ausrüstungen nach Minsk verbracht. Für Walter Hofmann bedeutet dies die Entlassung, er kann aber nach kurzer Zeit seine Ausbildung beim Elektromeister Hermann Göhlert in Hainichen fortsetzen. In den folgenden Jahren sammelt Walter Hofmann die unterschiedlichsten beruflichen Erfahrungen. Er arbeitet im Rahmen des „Neubauernprogramms“ in verschiednen Maschinen-Ausleihstationen (MAS) und qualifiziert sich dafür zum Traktoristen. Einige Jahre betreut er 37 Ortschaften im Kreis Plauen als Filmvorführer, bevor er 1952 zur Wismut AG wechselt, zunächst als Kraftfahrer, später als Fahrer des Werkbusses. Walter Hofmann identifiziert sich mit den gesellschaftlichen Verhältnissen in der DDR. Er nimmt an den Deutschlandtreffen 1950 und 1954, sowie an den 3. Weltfestspielen in Berlin teil. Außerdem leistet er viele freiwillige Aufbaustunden. Mehrmals wird er mit Auszeichnungen geehrt, der Staat verleiht ihm den „Vaterländischen Verdienstorden“ in Silber. So ist es für ihn selbstverständlich, dass ihn die Wismut AG 1955 zum Dienst in der „Kasernierten Volkspolizei“ delegiert. Hier dient Walter Hofmann zwei Jahre in einer Kfz-Kompanie, kehrt 1957 in seinen Betrieb zurück und beginnt 1959 ein Studium an der Ingenieurschule für Flugzeugbau in Dresden, wo er sich auf die Fachrichtung Triebwerk spezialisiert und drei Jahre später erfolgreich das Ingenieurexamen ablegt. Inzwischen hat die DDR den eigenen Flugzeugbau eingestellt, der junge Absolvent fängt in der Reparatur- und Traktoren-Station (RTS) in Weischlitz im Kreis Plauen als Ingenieur für Außenwirtschaftstechnik an. Im Jahr 1963 wird er als Hauptingenieur in den Kreislandwirtschaftsrat Plauen berufen. Es ist die Zeit des Neuen Ökonomischen Systems mit immer neuen Umstrukturierungen. Walter Hofmann ist eine Zeitlang Technischer Leiter der Meliorationsgenossenschaft Weischlitz, wechselt zur Herstellung von Druckmaschinen und leitet schließlich bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1990 das Braunkohleheizwerk Plamag Plauen, was den eigenen Betrieb und fünf weitere Betriebe mit Fernwärme versorgte. Doch auch als Rentner stellt er seine handwerkliche Begabung anderen Menschen zur Verfügung. Er ist für Fliesenfirmen tätig und hilft vietnamesischen Mitbürgern beim Fliesenlegen, bei Bedarf holt er für sie auch deren Kinder aus der Kita ab. Seine Tochter Ramona hat jahrelang als Technische Zeichnerin gearbeitet und ist heute in der Gastronomie tätig. Außerdem gehören noch zwei Enkel zur Familie.
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