MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Klaus Hoffmann

Durch fachliche Qualität behauptet

Klaus Hoffmann

Schlossermeister
Am Jagdzeughaus 4
99438 Bad Berka

Die thüringische Kurstadt Bad Berka blieb Klaus Hoffmann Heimat bis heute. Hier wurde er 1939 geboren, wuchs er auf, besuchte er die Schule (1945/53) bis zur 8. Klasse. Da der Wunschberuf Elektriker keine freien Lehrstellen aufwies, absolvierte er im Zementwerk Bad Berka eine zweijährige Ausbildung als Schlosser. Nach bestandener Gesellenprüfung 1955 wurde er vom Betrieb übernommen, blieb fast zwanzig Jahre. Er konnte den Abschluss der 10. Klasse nachholen und die Meisterschule besuchen. 1967 wurde ihm der Meisterbrief des Schlosserhandwerks überreicht. Als sein bisheriger Meister altersbedingt aufhörte, stand Klaus Hoffmann bereit, dessen Nachfolge anzutreten. Aber er war nicht Mitglied der staatstragenden Partei (später engagierte er sich in der DDR-CDU). Da entschied er sich die Arbeitsstätte zu wechseln und übernahm eine Stelle als Werkzeugmacher in den feinmechanischen Werkstätten des VEB Uhrenwerk Weimar, Betriebsteil Bad Berka. Drei Jahre später wurde er Betriebsteilleiter. Als im Zuge der Umstrukturierungen nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik die Treuhand-Anstalt seinen Betriebsteil in die Selbständigkeit entließ, hieß es, den Fortbestand des Werkes zu sichern, neue Aufträge zu generieren. Anfangs funktionierte das als Zulieferbetrieb recht gut, dann brachen die Firmen weg, für die gefertigt wurde. Ein neu entstandener Kontakt mit der im Bereich Tresorschlösser angesehenen Fa. Mauer, die die hoch qualifizierten Fachkräfte seines Werkes zu schätzen wusste, ermöglichte das Überleben. Als die Fa. Mauer in Bad Berka im neuen Gewerbegebiet eine eigene Produktionsstätte errichtete, übernahm sie das Personal aus der ursprünglichen Uhrenfabrik, unter ihnen auch Klaus Hoffmann, der als Leiter Versand/ Einkauf bis zum wohlverdienten Ruhestand 2003 noch interessante Aufgaben hatte. Bereits zu DDR-Zeiten hatte er sich auf seinem Grundstück eine kleine Schlosserwerkstatt eingerichtet, in der er bis heute aktiv ist, vorwiegend bei Reparaturen von Uhren älterer Bauart. Der seit 1963 verheiratete Vater von Sohn und Tochter (dazu drei Enkel), Ehefrau Doris war als Unterstufenlehrerin in Bad Berka tätig, nimmt mit seinem Motorroller „Typ Berlin“ noch immer an Oldtimertreffen teil.
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