MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Marion Hofmann

Ein Unternehmen – klein und fein....

Marion Hofmann

Inhaberin EPD Eisenacher Pflege Dienst Langensalzaer Str. 26 99817 Eisenach Fon: 03691 / 743737 Fax: 03691 / 743738 Internet: www.epd-pflegedienst.de  

Marion Hofmann, 1958 geboren, hatte nie einen anderen Wunsch als den, einmal Krankenschwester zu werden. Sie lernte in einer so genannten „R-Klasse“ zwar auch ab der zweiten Klasse intensiv Russisch, aber ein anderer Berufswunsch resultierte draus nicht. Nach Beendigung der 10. Klasse ging sie an die Fachschule Eisenach, ließ sich zur Krankenschwester ausbilden (1975–1978) und erlangte das fachliche Grundwissen im Delegierungsbetrieb, dem Kreiskrankenhaus Eisenach. Der eingegangenen Verpflichtung folgend, arbeitet sie im Anschluss auch hier, konnte nach der Geburt Ihres Sohnes Florian 1981 aber nur noch Nachtschichten ausführen. Der Gesundheitszustand des Kindes ließ eine Tagesbetreuung in einer Kindereinrichtung nicht zu. Marion Hofmann und ihr Mann Lutz teilten sich die Kindeserziehung, was für die junge Frau damals bedeutete, zeitweise auf den Einsatz im Beruf zu verzichten und als stundenweise Kraft in einem Kosmetikstudio zum Familienbudget beizutragen. 1985 gelang ihr die Rückkehr in den erlernten Beruf, nahm sie die Tätigkeit als Sprechstundenschwester in der Poliklinik auf, erlebte hier die Wendezeit. Eine neue Herausforderung und quasi das Sprungbrett für ihre Selbstständigkeit fand sie in ihrer Arbeit im Arbeiter-Samariter-Bund 1991-1994. Am 01.10.1994 gründete sie mit ihrem damaligen Chef eine GbR, seit 1997 leitet sie den EPD als Alleinunternehmerin. Vielfältig waren die Anforderungen, denen sie sich stellen musste, gingen sie doch weit über das Fachwissen einer Krankenschwester hinaus. Der ganze Verwaltungsbereich muss bewältigt werden, zwölf Mitarbeiter sind zu führen, die Lehrlingsausbildung garantiert ihr auch in den nächsten Jahren über gut geschultes Fachpersonal zu verfügen. „Am liebsten isst man, was man selber kocht“, lacht sie dazu und betont, die Pflege ihres Unternehmens soll so sein, wie man selbst gepflegt werden möchte: Qualifiziert, die Grundbedürfnisse berücksichtigend, die Würde erhaltend, unterstützend wirkend, familiär und persönlich. Ihr Beruf sei ihr zweites Kind, erzählt sie und wenn man sie fragt, wo sie sich in zehn Jahren sieht, stellt sie fest: „Genau hier“ und bringt damit auf den Punkt, dass die Arbeit sie erfüllt, ihre Liebe den Menschen und besonders den älteren unter ihnen gilt, von denen man viel lernen könne. Freie Zeit bleibt ihr wenig bei so viel Engagement, aber die täglichen zwei Stunden Waldspaziergang mit Hund Imo, die lässt sie sich nicht nehmen. Befragt danach, welche Gabe sie besitzen möchte, antwortet sie: „Alle glücklich machen...“ und ist ja schon täglich ein wenig dabei es zu tun.
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