MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Peter Hoffmann

Ein Leben im aufrechten Gang

Peter Hoffmann
Schlosser & Elektroinstallateur

Kähnsdorfer Weg 3 A 14554 Seddiner See Funk: 0177 / 310 10 69

Peter Hoffmann gehört zu den Menschen, die aus ihrer Mei-nung nie einen Hehl machen. Als Kind träumte er davon, Pilot zu werden, doch dafür hätte er sich 25 Jahre bei der Nationalen Volksarmee verpflichten müssen. Das kam für den gebürtigen Brandenburger nicht in Frage und so erlernte er den Beruf eines Instandhaltungsmechanikers und war anschließend für kurze Zeit im Stahl- und Walzwerk Brandenburg tätig. Wäh-rend dieser Zeit wohnte er in einem Arbeiterwohnheim, lernte seine erste Frau kennen und suchte eine Wohnung, die ihm die Behörde zunächst verweigerte. Er erfuhr von Schiebereien, brachte dies bei den Verantwortlichen zur Sprache, die ihn zunächst zu drangsalieren suchten, in dem sie plötzlich einen Hotelpreis für sein Wohnheimzimmer verlangten. Doch Peter Hoffmann setzte sich schließlich durch. Die nächsten Stationen seiner beruflichen Tätigkeit waren eine Brauerei, wo ihn der übermäßige Alkoholgenuss der Beschäftigten nervte, das Thea-ter in Brandenburg und das Energiekombinat in Potsdam-Mitte, wo er eine zweite Berufsausbildung als Elektriker absolvierte und das er nach einem Streit mit dem Direktor verließ. Danach arbeitete er ab 1982 zwei Jahre als Betriebselektriker bei „Plätten-Krüger“, wo er den Großvater des in den Westen geflüchteten BFC-Fußballers Lutz Eigendorf kennen lernte. In der Mitte der achtziger Jahre übernahm Peter Hoffmann die direkt an der Havel gelegene Gaststätte der Betriebssportge-meinschaft (BSG) „Einheit“ als „Bootshausverwalter mit Kan-tinenbetrieb“ und begeisterte seine Gäste immer wieder durch die reichhaltigen Büffets, wo sogar Aale angeboten wurden. Das Geschäft lief so erfolgreich, dass sich Peter Hoffmann sogar ein Motorboot zulegen konnte. Auch hier betätigte er sich, wie schon seit Jahren, nebenberuflich als Diskjockei. Doch obwohl es ihm materiell sehr gut ging, sehnte er sich stets nach dem Westen. Nicht nur weil ein großer Teil seiner Familie dort lebte, vor allem seine Erlebnisse während des Wehrdienstes und die spießige Enge des SED-Staates ließen ihn immer häufiger über ein Verlassen des Landes nachdenken. Schließlich stellte er einen Ausreiseantrag und konnte nach langen Schikanen und zeitweiliger Inhaftierung nach Vermitt-lung von Rechtsanwalt Vogel die DDR schließlich verlassen. In West-Berlin arbeitete er als Schlosser bei den DeTeWe und war freier Mitarbeiter beim Sender Hundert, 6. Er bekam auch Muggen als Diskjockei, betreut heute zusammen mit seiner Frau eine Feriensiedlung in der brandenburgischen Gemeinde Seddiner See und pflegt seinen Bekannten- und Freundeskreis.
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