MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Horst Hoffmann

Musik im Blut

Horst Hoffmann

Musiklehrer
Goethestr. 26
07580 Ronneburg

Horst Hoffmann wurde am 02.02.1941 in Aussig an der Elbe geboren. „1945 mussten wir als Umsiedler unsere Heimat verlassen und lebten anfangs in einer Baracke bei Thale im Harz. Meine Eltern arbeiteten in der Landwirtschaft, bis wir zu einer Schwester meiner Mutter nach Weimar ziehen konnten und wenig später auch eine eigene Wohnung bekamen“, erzählt er. Hier wuchs Horst Hoffmann auf, besuchte bis 1955 die Schule und absolvierte im Anschluss eine vierjährige Ausbildung zum Unterstufenlehrer am Weimarer Institut für Lehrerbildung. Während dieser Zeit erhielt er Privatunterricht in Violine und später auch in Gitarre. „Nach zwei Jahren legte ich die Mittlere Reife ab, da es zu dieser Zeit noch keine Polytechnischen Oberschulen gab“, erinnert er sich. „Mein Vater arbeitete in der Reichsbahndirektion Erfurt, und ich wäre eigentlich lieber Lokomotivführer geworden. Aber es gab einen großen Bedarf an Lehrern, und so wurde mir von meiner Familie nahegelegt, diesen Beruf zu ergreifen.“ Nach Beendigung der Ausbildung 1959 kam Horst Hoffmann als Unterstufenlehrer in Ronneburg zum Einsatz. Mit Einführung der Wehrpflicht 1962 wurde er dann für 1,5 Jahre nach Sondershausen eingezogen. Bereits seit seiner Schulzeit war Horst Hoffmann musikalisch aktiv. 1965 wurde er von seiner Schule an das Institut für Musikerziehung Berlin-Pankow zu einer einjährigen Ausbildung als Oberstufenlehrer für Musik delegiert. Nach erfolgreichem Abschluss kehrte er nach Ronneburg zurück und unterrichte als Fachlehrer für Musik von 1967 bis zu seiner Berufsunfähigkeit 1990, aufgrund von Gehörproblemen. Parallel spielte Horst Hoffmann ab 1960 als Gitarrist in verschiedenen Tanzbands, von 1971–1978 als Schlagzeuger in der Rockband „Kontakt“ und war auch Diskotheker. Selbst während der Armeezeit spielte er in einer Tanzband. Das Ronneburger Pionierensemble betreute er als Chorleiter und gründete zusätzlich noch einen FDJ-Singeklub, der vom Trägerbetrieb Wismut unterstützt wurde. „Wir haben sogar einmal an einem DDR-Ausscheid in Neubrandenburg teilgenommen“, schmunzelt er. Von Oktober 1990–2004 arbeitete Horst Hoffmann als Amtsleiter für Bildung, Kultur und Sport bei der Stadtverwaltung Ronneburg und ging anschließend in Rente. 1998 entdeckte er seine Liebe zum Dixieland und ist mit der Band „Dixie-Mix-Altstars“ bis heute aktiv. „2008 haben wir im Studio der bekannten Musikerlegende Thomas Kurzhals in Erkner unsere erste CD produziert“, erzählt er stolz. Auch auf ein intaktes Familienleben legt Horst Hoffmann sehr viel Wert. Er ist verheiratet, hat drei Töchter und ist Opa zweier Enkel. „Für die Zukunft wünsche ich mir noch viele schöne Jahre im Kreise meiner Lieben, interessante Reisen und dass es mir vergönnt ist, meine Freude an der Musik noch lange ausleben zu können.“
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