MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Erika Hoffmann

Die Arbeit hat sie fit gehalten

Erika Hoffmann

Landwirtin
Niedergräfenhain 57
04643 Geithain OT Niedergräfenhain
Fon: 034341 / 43467

Fünf Kinder hat sie großgezogen, von früher Jugend an immer gearbeitet, mit großem Mut und viel Energie ist Erika Hoffmann durchs Leben gegangen. Noch heute ist sie an allem interessiert, was die Familie, den Ort, die Welt bewegt. Geboren wurde sie als Erika Strempel 1931 in Ludwigsdorf (Kreis Löwenberg). Nahe des Riesengebirges in Schlesien wuchs sie mit Bruder und Schwester auf, der Vater arbeitete als Schmied. Als 1945 der Krieg näher kam, mussten sie fliehen. So hat die junge Erika, gerade vierzehn Jahre alt, nicht mehr den Schulabschluss machen können. Die Leute aus ihrem Dorf, die Schulkameraden sollte sie nie wiedersehen. Über Bayern kam die Familie in den Leipziger Südraum bei Borna, wo sie den Vater wiedertrafen. Sie begann beim Bauern zu arbeiten, schwere Jahre für das junge Mädchen. Anfang der fünfziger Jahre ging sie nach Bad Elster, wo sie mehrere Jahre als Serviererin tätig war. Im mittelsächsischen Syhra (nahe Geithain) wechselte sie in die Landwirtschaft. So lernte sie ihren Mann Manfred kennen, der als Agronom arbeitete. Beide wurden Mitglied der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG). Erika Hoffmann wirkte in der Viehzucht wie im Feldbau. Trotz der Geburt und Erziehung der Kinder, dem Wirken im Haushalt (erst 1966 konnte eine Waschmaschine angeschafft werden) war sie beruflich stets aktiv, der schmale Verdienst verlangte, dass ihre Arbeit helfen musste, die Familie zu ernähren. Sie war in den letzten Jahren als Köchin in der LPG tätig und scheute sich auch nicht vor Reinigungsarbeiten. 1989 schied sie gesundheitlich bedingt aus, ging mit sechzig Jahren in Vollrente. Manfred Hoffmann verstarb bereits 1995. Seitdem meistert Erika Hoffmann ihr Leben allein, die Unabhängigkeit ist ihr wichtig, wenn auch selbstverständlich die vielfältigen Familienkontakte ebenso ihre Zeit bestimmen. Der Tochter Gabriele (1956 geboren), folgten die Söhne Michael (1959) und Steffen (1962) sowie zwei weitere Töchter, Ina (1963) und Heike (1966). Inzwischen gehören neun Enkelkinder (acht Mädchen, ein Junge) zum Familienkreis und Erika Hoffmann hat beste Hoffnung, bald das zweite Urenkelkind bewundern zu dürfen. Ihr Vater war Mitglied der Kommunistischen Partei, Erika Hoffmann ist im Herzen immer noch Kommunist, engagierte sich in DDR-Zeiten als zeitweilige Vorsitzende der Ortsgruppe des Demokratischen Frauenbundes (DFD) und als Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei (SED).
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