MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Christa Hoffmann
Ihre Messlatte liegt ganz oben
Krippenerzieherin und Personalleiterin i. R.
Am Gönnabach 6
07751 Jena OT Krippendorf
Fon: 036425 / 22361
Christa Hoffmann, geboren am 12.01.1937 in Oberroßla, kann aus vollster Überzeugung von sich behaupten, ein zufriedener Mensch zu sein. Diese fantastische Fügung hat sie vor allem ihrer eigenen Lebenskraft zu verdanken, welche über viele Jahrzehnte nie zu versiegen schien. Ihre positive, lebensbejahende Grundstimmung ließ sie die Messlatte hoch legen und somit ebnete sie nicht nur zahlreichen Kindern den Weg in die Zukunft, sondern war ebenso an der Karriere vieler Menschen beteiligt.
Kurz nach ihrer Geburt zog die Familie nach Apolda, wo Christa Hoffmann schon während ihrer Schulzeit als Kindermädchen gehobener Haushalte gefragt war – ein Aspekt, der den Berufswunsch entscheidend begünstigte.
Die Zeit bis zum 16. Lebensjahr überbrückte sie mit einer ungeliebten Lehre zur Näherin, bevor sich ihr Wunsch an der Fachschule Erfurt erfüllte. Sie gehörte der Klasse für Kinderkrankenpflege an und begann nach erneutem Umzug nach Weimar an der dortigen Kinderklinik als Kinderkrankenschwester. Daraufhin kurz in einer Kinderkrippe tätig, folgte sie ihrem Mann nach Mecklenburg, wo er seinen beruflichen Einsatz gefunden hatte.
Kennen gelernt hatte sich das Paar in Weimar. Er besuchte die Fachschule für Landwirtschaft. Nach weiterem Studium fungierte der diplomierte Landwirt bis zum Vorruhestand auf Leitungsebene. Christa Hoffmann arbeitete an der Klinik in Parchim, vorübergehend in der Buchhaltung der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft Raduhn, heiratete 1957 ihren Klaus und schenkte Sohn Wieland das Leben.
Anfang der 1960er Jahre zog die kleine Familie zurück nach Thüringen. Christa Hoffmann kümmerte sich zu Hause um ihr Söhnchen, war danach ca. drei Jahre lang Gemeindeschwester, hatte große Freude an ihren Aufgaben und war ebenso bekannt wie beliebt.
Tochter Katharina und Sohn Alexander wurden geboren. Zwischenzeitlich lebte die Familie schon in Krippendorf. Christa Hoffmann begann 1968 als Krippenerzieherin in Jena, übernahm zahllose gesellschaftliche Aufgaben, wollte sich dennoch vervollkommnen und absolvierte trotz ihres Engagements sowie familiärer wie beruflicher Herausforderungen ein Fernstudium zur Krippenerzieherin.
Aufgrund ihres immensen Einsatzes avancierte sie 1976 zur Kaderleiterin der zentralen Krippenvereinigung. Auch nach der deutschen Einheit blieb sie dem Personalwesen bis zum Renteneintritt 1997 treu. Während ihrer gesamten beruflichen Tätigkeit wurde sie für hervorragende Leistungen geehrt, mit Anerkennungsschreiben, Medaillen und einer Auslandsreise in das damalige Leningrad.
Hilfsbereitschaft und Engagement begleiten ihr gesamtes Leben, in welchem es mit fast 80 Jahren etwas ruhiger wird. Ausgerichtet auf ihre Familie mit zwei Enkelkindern ist der Alltag ebenfalls von ihrem Bolonka Zwetna bestimmt – eine kleine bunte Hunderasse, welche in früheren Zeiten schon den Zarenhof schmückte.