MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Hans und Hannelore Hirsemann

Ein Leben mit Höhen und Tiefen und gutem Zusammenhalt

Hans und Hannelore Hirsemann

Kraftfahrer
Lebensmittelfachverkäuferin

Bahnhofstr. 51

04774 Dahlen

Hans und Hannelore Hirsemann sind seit 1963 verheiratet und sind zusammen durch die Höhen und Tiefen des Lebens gegangen. Sie mögen ehrliche Menschen und schätzen aneinander vor allem die gegenseitige Verlässlichkeit. Im Jahr 1964 kommt die Tochter Petra zur Welt, die später Verkäuferin wird und den Eltern fünf Enkel beschert hat. Aus der ersten Ehe von Hans Hirsemann gibt es drei Mädchen, die stets gern kommen. Insgesamt gehören vier Enkel und fünf Urenkel zur Familie. Hans Hirsemann kommt am 9. August 1928 zur Welt und hat sich sehr gut gehalten. „Erst mit 87 Jahren musste ich das erste Mal ein Krankenhaus aufsuchen“ erzählt er nicht ohne Stolz. Während der Schulzeit heißt es oft gleich nach dem Unterricht: Raus aufs Feld und Kartoffeln lesen. Die Mutter ist Hausfrau und zieht sechs Jungen und zwei Mädchen groß, die Familie ist straff organisiert, jeder hat seine Pflichten. Nach acht Jahren Schule arbeitet Hans Hirsemann bei einem Bauern und muss kurz vor Kriegsende noch zur Flak. Nach einem Jahr Kriegsgefangenschaft, wo er mit seinen Kameraden vier Wochen im Freien verbringen muss, kehrt er zum Bauern zurück, wird für ein halbes Jahr zur Wismut verpflichtet und arbeitet dann auf einem Kohlenhof. Mit seinen Kollegen entlädt Hans Hirsemann 50-Tonnen-Waggons und liefert die Kohle anschließend aus. Von 1966 bis 1991 ist er Kraftfahrer des Sägewerkes und beliefert hier ebenfalls Kunden. Er hängt an seiner Arbeit und will zunächst nicht in den Ruhestand, als nach 1990 die große Massenarbeitslosigkeit über den Osten herein bricht. 1991 geht er in den Vorruhestand. Hannelore Hirsemann wird am 30. Januar 1940 im ostpreußischen Elbing geboren und kommt genau an ihrem fünften Geburtstag mit der Familie in der neuen Heimat Schmannewitz an. Sie wohnen zunächst im Durchgangszimmer eines Dachgeschosses und erhalten später ein Zimmer im Dorf, die Kinder schlafen in den Betten der Eltern mit. Im Jahr 1946 kehrt der Vater aus dem Krieg zurück und arbeitet später als Waldarbeiter. Im selben Jahr wird Hannelore Hirsemann eingeschult, in der Schultüte befinden sich Obst und Gemüse. Nach der Schule erlernt sie ab 1954 im Konsum in Dahlen den Beruf einer Lebensmittelfachverkäuferin und arbeitet bis 1994 für den Konsum, zunächst als Verkäuferin, nach der Geburt der Tochter als Aushilfe, dann im Büro und schließlich wieder als Verkäuferin. „Ich habe stets viel Freude am Umgang mit Menschen gehabt, die Arbeit im Büro liegt mir weniger“, erklärt Hannelore Hirsemann. Nach sechs Jahren Arbeitslosigkeit kann sie 2000 in die Rente gehen. Hans und Hannelore Hirsemann sind glücklich, noch gemeinsam am Leben zu sein und wünschen sich auch für die folgenden Jahre eine gute Gesundheit.
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