MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Michael Hochmuth

Vom Fahrlehrer zum Bahnbetriebsleiter

Michael Hochmuth

Freizeitanlage Syratal
Hainstr. 1
08523 Plauen
Fon: 03741/ 422861
Internet: www.freizeitanlage-plauen.de

Seit mehr als einem halben Jahrhundert dreht die Plauener Parkeisenbahn, die deutschlandweit einzige mit elektrischer Oberleitung, ihre Runden am Rande eines Landschaftsschutzgebietes am Syrabach. Einst war dies eine städtische Einrichtung, bis ab April 2005 Michael Hochmuth aus dem uneffektiven Problemkind der Kommune zusammen mit anderen Attraktionen die von den Plauener Bürgern geschätzte und von deren Kindern geliebte Freizeitanlage Syratal schuf. 1959 im erzgebirgischen Schlema geboren, wuchs Michael Hochmuth im nahen Lößnitz auf, absolvierte nach Abschluss der 10. Klasse eine Lehre zum Maschinen- und Anlagenmonteur. Beim VEB Blema Aue arbeitete er im gelernten Beruf, verzichtete aus familiärer Rücksichtnahme auf Auslandseinsätze, engagierte sich im DDR-Jugendverband FDJ, sechs Jahre auch als hauptamtlicher Sekretär, entschied sich dann für eine Fahrlehrerausbildung mit pädagogischem Abschluss, gehörte beim VEB Kraftverkehr Aue zu den geschätzten Fahrlehrern. Als 1990 das staatliche Monopol fiel, folgte er seinem Chef in eine private Fahrschule. Interessante Möglichkeiten sich selbständig zu machen, fand er bei einem in Finnland entwickelten Verkehrserziehungskonzept mit motorisierten kindgerechten Fahrzeugen. Ab 1994 konnte er in Plauen als Lizenzpartner mit fünf Mini-Autos auf einem gemieteten Parkplatz anfangen. Bald waren es zehn Fahrzeuge, mit denen er stationär aber auch mobil in Schulen und auf Veranstaltungen ein attraktives Angebot machte, das 1998 um eine Minigolfanlage erweitert wurde. Sein guter Ruf, gegründet auf pädagogischem Geschick und seriöser Geschäftstätigkeit, war die Voraussetzung, dass ihm die Stadt 2004 den Betrieb der Parkeisenbahn übertrug, die sonst zum Sterben verurteilt gewesen wäre. Michael Hochmuth erwarb die Qualifikation als Bahnbetriebsleiter und entwickelte ein Gesamtkonzept. Seitdem darf er sich mit den vier festen und bis zu zehn zeitweise beschäftigten Mitarbeitern daran freuen, dass die Freizeitanlage Syratal, dazu Imbiss und Streichelzoo, bei Kindern, Eltern und Großeltern zunehmenden Anklang fand. 2013 kam noch eine Trick-Pin-Anlage hinzu. Da es sich um ein Saisongeschäft handelt (Ostern bis Ende Oktober), gilt in den wärmeren Monaten sein Leben ausschließlich dem Unternehmen, dafür findet der in fester Partnerschaft lebende Vater einer Tochter (drei Enkelkinder) im Winter die Muße für seine Liebe zum Skisport.
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