MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Maria und Bernd Heymer

„Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.“ (Winston Churchill)

Maria und Bernd Heymer

Stomatologische Schwester
Fleischfachverkäufer, Facharbeiter für Anlagen und Geräte,
Meister für Wasserwirtschaft
Albertsthaler Str. 16
08371 Glauchau
Fon: 03763 / 603469

Bernd Heymer, Sohn einer Textilfacharbeiterin und eines Maurers / Poliers wurde 1955 in Meerane geboren. Bis zur Schuleinführung wuchs er bei den Großeltern auf, erlebte eine schöne Kindheit „...fast nur auf der Straße und im Wald...Abenteuer pur...“, wie er berichtet. 1962–1972 besuchte er die Schule, wollte beruflich in die Fußstapfen seines Vaters treten. Doch aus gesundheitlichen Gründen musste er nach zwei Monaten die Maurer-Lehre abbrechen, wurde in die Konsumgenossenschaft vermittelt und Fleischfachverkäufer. Unattraktive Arbeitszeiten und minimaler Verdienst (320 DDR-Mark) führten 1974 zum Arbeitsplatzwechsel in die Wasserwirtschaft Glauchau. Als Maschinist beginnend, wollte er nicht ewig ungelernt bleiben. Er durchlief eine Ausbildung zum Facharbeiter für Anlagen und Geräte, absolvierte später die Meisterschule und arbeitete als solcher. 1987 stellte er mit seiner Frau aus zweiter Ehe einen Ausreiseantrag, wollte die DDR verlassen. Zwei Jahre dauerte die Bearbeitung, dann erhielte sie die Ausbürgerung bestätigt. Mit kürzester Fristsetzung musste die Familie nun alles auflösen was sie mit der DDR verband und was ihnen gehörte, dann die DDR verlassen (1989). Sie fanden sich im Aufnahmelager Gießen wieder. Von dort aus in den Schwarzwald gehend, arbeitete Bernd Heymer 13 Jahre lang als Ungelernter für verschiedene Baufirmen auf Montage bis 2003. Indessen geschieden und neu liiert mit seiner heutigen Frau Maria (Heirat 2005), plante er die Rückkehr in die Heimat. Übergangsweise arbeitete er für Leihfirmen, fand darüber Festeinstellung in einer Aluminiumgießerei. Die letzten 17 Jahre seines Arbeitslebens war er als Qualitätsprüfer beschäftigt. Ab Februar 2020 ist er Rentner. Er lebt in seinem Elternhaus, wo es immer etwas zu tun und zu werkeln gibt. Vor Langeweile braucht er sich also auch im Ruhestand nicht zu fürchten. Maria Heymer freut es zudem sehr ihn täglich an ihrer Seite zu haben, denn sie ist schon längst zu Hause. 1948 in Glauchau geboren, wuchs bei ihrer alleinerziehenden Mutter auf, die im Büro der Holzschnitzerei-Werkstatt des Großvaters arbeitete. Sie genoss eine unbeschwerte Kindheit, umgeben von der Natur und deren vielfältigen Möglichkeiten für Spiel und Sport. Begeistert davon und aktiv im Pferdesport (bis zum 21. Lebensjahr), hätte sie gerne einen adäquaten Beruf ergriffen. Nachdem das nicht realisierbar war, lernte sie nach Abschluss der 8. Klasse bei der Deutschen Bahn. Doch die Arbeit gefiel ihn ganz und gar nicht. Sie nutzte die Chance in einer Jugendzahnklinik tätig zu werden, den Abschluss der 10. Klasse auf der Abendschule nachzuholen und den Beruf Stomatologische Schwester zu erlernen. Endlich angekommen, Freude an der Arbeit empfindend, übte sie diese bis zum Renteneintritt mit 60 Jahren aus. „Wir haben es doch schön...,“ berichten die Heymers – stolz auf das Geschaffene, auf die drei Kinder der Patchwork-Familie und zufrieden mit ihrem Lebensweg. Ruhe, Ausgeglichenheit, Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit und Loyalität sind eigene Eigenschaften und Erwartung an andere. Die Heymers stammen aus bescheidenen Verhältnissen, haben sich „abgestrampelt“ und oft kämpfen müssen im Leben. Doch aufgeben war nie eine Option, stattdessen galt immer die Devise: Einmal mehr aufzustehen als hinzufallen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und die Zufriedenheit damit ist wohlverdient. Bernds Mitgliedschaft im Glauchauer Schützenverein und im Rothenbacher Männerchor sind langjährige Tradition und sorgen für außerfamiliäre Kontakte.
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