MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Karl-Heinz Hilburg

In den Wechselfällen des Lebens

Karl-Heinz Hilburg

Offizier der NVA
Diplomierte Krankenschwester, Staatlich anerkannte Erzieherin
Kleben 30
06667 Weißenfels OT Borau

Karl-Heinz Hilburg wurde 1950 in Schkopau geboren, besuchte die dortige Mittelschule, später Polytechnische Oberschule (POS), wechselte nach der 8. Klasse auf die Erweiterte Oberschule (EOS) in Merseburg. Gleichzeitig mit dem Abiturabschluss 1969 erhielt er seinen Facharbeiterbrief als Betriebsschlosser, denn mit dem Schulbesuch war eine diesbezügliche Ausbildung in den Leuna-Werken verbunden. Von 1969–1972 absolvierte er die Offiziersschule in Zittau, schloss als Hochschulingenieurökonom ab, wurde am Ende des Studiums zum Leutnant ernannt. Sein erster Einsatz als Angehöriger der NVA führte ihn 1972 nach Oranienburg und später Lehnitz zum dortigen Artillerieregiment. Als Umstrukturierungen anstanden, wurde er ab Januar 1982 auf eigenen Wunsch nach Weißenfels versetzt, fing als Stabschef der Artillerieabteilung an, die er ab September 1982 selbständig führen sollte. Als Bataillonskommandeur erlebte er unruhige Zeiten, als 1989 sich die DDR-Strukturen in Auflösung befanden. In den Monaten nach der Öffnung der Grenzen zur Bundesrepublik, als viele Menschen das Land DDR verließen, sicherte er mit 2.000 seiner Leute die Aufrechterhaltung der Infrastruktur (Lebensmittelversorgung, Nahverkehr, Müllabfuhr) der Großstadt Leipzig. Zwar wurde er am 3. Oktober 1990 von der Bundeswehr übernommen, doch eigentlich nur noch, um für neue Arbeitssuche freigestellt zu werden. Unterbrochen von Zeiten der Arbeitslosigkeit, versuchte er sein Glück als Handelsvertreter und als Mitarbeiter der Geschäftsführung beim Aufbau einer Zeitarbeitsfirma. Eine schwere Erkrankung im Sommer 1995 führte zur Erwerbsunfähigkeitsrente. Der Ruheständler schätzt nach wie vor den Kreis seiner Jagdfreunde. 1977 hat er seine Frau Urszula geheiratet, eine Cousine, die er bei einem Familientreffen kennengelernt hatte. In den Jahren 1978, 1981 und 1990 wurden ihnen die drei Töchter geschenkt. Frau Urszula, 1955 in Polen zur Welt gekommen, hatte 1962–1970 die Schule besucht, danach am medizinischen Fachgymnasium Abiturabschluss verbunden mit der Ausbildung zur Krankenschwester verbunden. Bis zur Heirat arbeitete sie im Operationssaal und auf der Intensivstation in Polen, ab 1979 in Oranienburg als Krippenerzieherin und ab 1982 in Weißenfels bis heute im später eingemeindeten Leißling als Erzieherin im Hort und der Kindertagesstätte. Sie konnte in Halle / Saale auch den Abschluss als Staatlich anerkannte Erzieherin erwerben.
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