MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

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Dieter Hildebrandt

Familienmensch mit vielen Talenten

Dieter Hildebrandt

Psychologe i. R.
Peter-Huchel-Str. 16
12619 Berlin

Dieter Hildebrandt kann mit Fug und Recht als ausgeprägter Familienmensch bezeichnet werden. Zwei Kinder und zwei Enkel bereiten ihm tägliche Freude. Jahrelang gab es auf Wunsch seiner Tochter jeden Dienstag ihre geliebten Eierkuchen – eine Speise, die traditionellen Charakter annahm. Heute ist der Dienstag für eines seiner Enkelkinder reserviert, welches Opa regelmäßig zum Breakdance begleitet. Geboren wurde Dieter Hildebrandt am 09.06.1942 in Bleicherode. Bis zum Krieg führten seine Eltern als selbstständige Unternehmer ein Restaurant. Er besuchte die Schule, verließ sie nach Klasse 11, arbeitete als Landvermesser und machte den Facharbeiterabschluss. Nach Armeedienst zog er in die Nähe von Berlin, war tagsüber als Hilfselektriker tätig, besuchte in den späten Stunden des Tages die Abendschule und legte das Abitur ab. Um die subjektiven Aspekte der Gesellschaft intensiver beleuchten zu können, hätte er gern Philosophie studiert. Doch alles kam anders. Dieter Hildebrandt widmete sich seinem Studium der Sozialpsychologie, wurde zu Stern-Radio vermittelt und arbeitete als Psychologe im Bereich der wissenschaftlichen Arbeitsorganisation. Während einer weiteren Station avancierte er zum Assistenten des Bereichsleiters „Galvanik“, drückte erneut die Schulbank und machte zusätzlich den Facharbeiterabschluss für Galvanik. Da jeder DDR-Betrieb eine behindertengerechte Abteilung vorweisen sollte, baute Dieter Hildebrandt selbige auf und leitete diese Abteilung für geistig und psychisch Erkrankte. Mit der Wende wurde das Werk abgewickelt und Dieter Hildebrandt hatte die undankbare Aufgabe, auch in seiner Abteilung das Licht auszuknipsen. Die Menschen allerdings nahm er mit und kümmerte sich fortan in den Räumlichkeiten der früheren Stadtbezirksstelle für Rehabilitation um die Betreuung der hilfsbedürftigen, kranken Leute und vermittelte sie in geeignete Werkstätten. Auch wurde er zum Gründungsmitglied des Vereins „Weißenseer Integration Behinderter“, ist Gesellschafter des Vereins, war bis 2000 aktiv tätig und übernimmt bis heute beratende Funktion. Die restliche Zeit nutzt er zum Filmen, überspielt Gefilmtes auf DVD, widmet sich guter Lektüre und spielt regelmäßig Skat. Früher lernte er, das Akkordeon wie das Klavier zu beherrschen, besitzt aktuell ein elektronisches Klavier, betreibt begeistert Hausmusik und ist mit all seinen Gaben und Talenten, die ihm geschenkt wurden, mehr als zufrieden.
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