MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Prof. Dipl.-Ing. Winfried Himmer
Adjutorium nostrum in nomine Domini
Professor / Hochschuldozent am der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden Nöthnitzer Str. 14 01187 Dresden
übersetzt: „Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn“ stammt aus dem Stufengebet der Tridentinischen Messe und ist die Lebensweisheit von Prof. Winfried Himmer. Er wurde 1954 in Weimar geboren und mit vier Geschwistern groß. Zwischen 1961 und 1971 ging er zur Schule und erhielt den 10.-Klasse-Abschluss. Gern hätte Winfried das Abitur abgelegt, aber als „Kirchlicher“, der keine Jugendweihe hat und kein Mitglied in der DDR-Jugendorganisation „FDJ“ war, erhielt der junge Himmer keine Zulassung zum Gymnasium. Stattdessen musste er eine Berufsausbildung mit Abitur in Dresden-Lockwitz aufnehmen. Diese schloss er erfolgreich als Vermessungsfacharbeiter ab. Ein Jahr Praxis folgte. Nach dem anderthalbjährigen Grundwehrdienst studierte Herr Himmer an der TU Dresden und erhielt 1982 seinen Abschluss als Diplomingenieur in Geodäsie. Zehn Jahre (zwischen 1982 und 1992) arbeitete Herr Himmer als Fachschullehrer und Fachgruppenleiter an der Ingenieurschule für Geodäsie und Kartographie Dresden. Seine Lehrgebiete waren das Liegenschaftskataster und die Vermessungstechnik. Mitte der achtziger Jahre hatte Winfried Himmer noch einen Abschluss in Fachschulpädagogik sowie einen Abschluss im LPG- und Bodenrecht an der Humboldt-Universität zu Berlin gemacht. Im Oktober 1992 wurde er zum Professor an die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden berufen. Neben den schon vertrauten Gebieten kamen die Lehrgebiete Baurecht, Bürgerliches Recht, Liegenschaftsvermessung und Bodenordnungsrecht hinzu. Seit 1998 ist der Diplom-Ingenieur Beamter auf Lebenszeit. Neben seiner Lehrtätigkeit ist Herr Himmer engagiert in der Selbstverwaltung der Hochschule tätig, war vier Jahre lang Studiendekan. Neben der Vermessung der Welt hat es dem Professor die Kunst angetan. Seit 2004 ist er Firmeninhaber der Natursteinbearbeitungsfirma „Pro Sit“. Dort kreiert Herr Himmer selbst Kleindenkmale und initiiert den Bau von Denkmälern wie beispielsweise dem „Stein des guten Glücks“ an der Schönen Höhe in Elbersdorf. „Hilfe im Namen des Herren“ schenkt Prof. Himmer auch unverschuldet in Not geratenen Jugendlichen. Er ist im Stiftungsrat der Stiftung:„Vom Haben zum Sein“. Sein größter Stolz sind seine vier Kinder und bisher sechs Enkelkinder. Das sei die größte Auszeichnung in seinem Leben, sagt der bescheidene Professor.