MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN

Gesamte Liste anzeigen

Alexandra Hildebrandt

Damit die Kinder auf der Welt künftig glücklicher sind

Alexandra Hildebrandt
Geschäftsführende Vorsitzende und Direktorin Mauermuseum - Museum Haus am Checkpoit Charlie

Version:1.0 StartHTML:0000000167 EndHTML:0000000743 StartFragment:0000000454 EndFragment:0000000727 Friedrichstraße 43-45 10969 Berlin-Kreuzberg Fon: 030 / 2537250 Internet: www.mauermuseum.de

Alexandra Hildebrandt wuchs in der Ukraine auf und kommt aus einer Familie, in der die Wohnung nur aus Bücherregalen bestand. Sie kann sich noch gut daran erinnern, wie der Vater einmal einen ganzen Koffer voller Bücher verkaufen musste, da in der Wohnung kein Geld mehr für Essen da war. „Ich selbst habe dadurch schon seit frühester Kindheit sehr viel gelesen, vor allem historische Themen, sowohl aus dem Mittelalter, aber auch aus der neueren Zeit interessierten mich“, erinnert sich Alexandra Hildebrandt an ihre Kindheit und Jugend. Bald begann sie auch zu malen. Bei ihrem ersten Besuch in Berlin empfahl man ihr den Leiter des Museums am Checkpoint Charlie, Rainer Hildebrandt, der sich für ihre Bilder interessieren könnte. Dieser fand sie eher schlecht, nahm dann aber trotzdem zwei, weil Alexandra Hildebrandt aus der Nähe von Tschernobyl kam, wo 1986 ein Atomreaktor explodiert war. Nur einen Tag nach diesem Treffen kam Rainer Hildebrandt an den Ort ihrer Ausstellung, ohne dass sie ihm die Adresse genannt hätte. Es entstand eine Freundschaft, die sich aus gemeinsamen Interessen ergab, bald wurde daraus Liebe, später lebte man zusammen und 1995 heirateten Alexandra und Rainer Hildebrandt. Alexandra Hildebrandt erlernte die deutsche Sprache vor allem beim Lesen der Bücher ihres Mannes, der sie gleichzeitig in die Probleme der deutschen Teilung einführte. Sie wurde seine engste Mitarbeiterin. Der Fall der Mauer am 9. November 1989 war für die Hildebrandts ein glücklicher Tag. „Die Stadt war voller Menschen, vor allem viele DDR-Bürger wollten meinen Mann kennen lernen, den sie bisher nur aus Rundfunk- und Fernsehsendungen des Westens kannten“, erinnert sich Alexandra Hildebrandt. Und selbstverständlich war auch das 1962 gegründete „Museum am Checkpoint Charlie“ überfüllt. Seine Gründung war einer Bürgerinitiative unter Leitung von Rainer Hildebrandt zu verdanken. Journalisten, Flüchtlinge und Fluchthelfer brachten von Anfang an Exponate zu Rainer Hildebrandt, der ihnen aus seiner Tätigkeit in der „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ (KgU) gut bekannt war. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert. Das Haus wird nach wie vor sehr gut angenommen, die Besucher kommen aus aller Welt. Alexandra Hildebrandt würde sich sehr darüber freuen, wenn die Arbeit des Mauermuseums am Checkpoint Charlie mit dazu beiträgt, dass Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt glücklich, in Freiheit und Demokratie leben können.
Gesamte Liste anzeigen

  • Der Verlag
  • Gesichter der Regionen
  • VWM-Info
  • Menschen und ihre Gesichter
  • Suche
  • Ihre Empfehlung
  • Unser Anliegen
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz