MENSCHEN - GESICHTER DER REGIONEN
Steffi Herrmann-Thum
„Ich kann nicht, heißt, ich will nicht“.
Achillesstr. 52 13125 Berlin-Buch Fon: 030/ 666340611 Fax: 030/ 666340619 Internet: www.caritas.de
Seit sie 6 Jahre alt ist, will sie Krankenschwester werden. In der Schule sportlich engagiert, nimmt sie als Leichtathletin (Laufen) an Spartakiaden teil. Während der Lehre hilft sie in Dresden beim Friedensdienst, die Musikschule auszugraben. Mit geistig behinderten Kindern fährt sie an die Ostsee, um den Eltern eine Ruhepause zu gönnen. Bis ihre Kinder geboren werden, ist sie gesellschaftlich aktiv.
1961 wird Steffi Herrmann-Thum in Stollberg im Erzgebirge geboren. Sie besucht bis 1977 die Polytechnische Oberschule und absolviert bis 1981 im Fernstudium in einer evangelischen Einrichtung die Ausbildung zur Krankenschwester. Als Schwesternschülerin im Königin- Elisabeth-Krankenhaus macht sie schon mit 18 Jahren Nachtwache. Sie durchläuft alle Stationen und arbeitet dann in der Chirurgie. Sie wechselt Verbände, versorgt Wunden. „Heute ist die Pflege der Patienten nicht mehr so aufwendig“ wie früher, vergleicht sie. Über 10 Jahre arbeitet sie im Krankenhaus. Da die Schichtarbeit für die Mutter von zwei Kindern zu anstrengend wird, wechselt sie 1987 zur Diabetes - Dispensairebetreuung im Stadtbezirk Lichtenberg, schließt ein weiteres Fernstudium als Gesundheitsfürsorger ab und qualifiziert sich nach der Wende zur Sozialarbeiterin. Viele Jahre ist sie in der Sozialstation der Diakonie in Berlin tätig. Sie macht Büroarbeit und diverse Hausbesuche, betreut Praktikanten. Mit der Entwicklung der Computertechnik, wächst auch ihr Interesse an der Arbeit mit dem PC. Als sie Pflegedienstleiterin wird, qualifiziert sie sich als solche - wieder im Fernstudium - und wechselt in eine große Hauskrankenpflegestation. als Einsatzleiterin mit Büro. Heute, in der etwas ruhigeren Station einer katholischen Einrichtung, eine der größten in Berlin, ist sie in der Demenz-Wohngemeinschaft von Patienten der Pflegekasse des Sozialamts beschäftigt. Sie qualifiziert sich als Heilpraktikerin, als Ernährungsberaterin und erlernt die Kraniosakraltherapie. (Teil der Osteotherapie) Für ihr Engagement erhält sie die Hufeland-Medaille.
Bis heute treibt sie Sport, joggt, läuft den Frauen-Halbmarathon. Auch Krimis lesen und Naturheilkunde sind Hobbys der 51-Jährigen. Sie ist stolz auf ihre Kinder und glücklich, „dass sie das Studium abgeschlossen haben.“ Sie liebt die Ostsee, würde gern dort leben. Sie möchte noch schneller lernen können und träumt von einer „individuellen Länderreise durch Afrika.“